Ferguson hört bei United auf

Seit November 1986 ist er der Chef auf der United-Bank: Sir Alex Ferguson hört nach 27 Jahren in Manchester auf.

Lange wurde spekuliert, nun ist es offiziell: Trainer-Legende Sir Alex Ferguson hört nach der Saison bei Manchester United auf. Nach über 27 Jahren im Amt sei es nun "die richtige Zeit" wird Ferguson in einer Pressemitteilung des Klubs zitiert. Die Spekulationen um die Zukunft des Schotten sind beendet, nun laufen die über seine möglichen Nachfolger bereits auf Hochtouren.

Knapp 27 Jahre ist Ferguson Trainer beim englischen Rekordmeister, gerade eben sackte die Trainer-Legende mit United den 20. Meistertitel ein – 13 davon holten die Red Devils unter der Führung von Ferguson. Doch Titel mit United sind nicht das Einzige, was der Schotte in der Fußballwelt hinterlässt: Cristiano Ronaldo, Wayne Rooney oder David Beckham wurden unter Ferguson zu Weltstars bei United – Spieler wie Ryan Giggs oder Paul Scholes trainierten in über 20 Jahren Karriere nie unter einem anderen Coach.

 

"Entscheidung nicht leicht gemacht"

Nun naht also das Ende der Ära Ferguson bei den Red Devils. "Die Entscheidung habe ich mir nicht leicht gemacht", ließ der 72-Jährige verlauten und fügte an: "Aber für mich war es wichtig, den Klub im bestmöglichen Zustand zu verlassen. Und das ist glaube ich passiert." Die Möglichkeiten sich von ihrem Trainer zu verabschieden sind für die United-Fans nach Bekanntgabe des Endes nun rar: Am 12. Mai wird Ferguson zum letzten mal im "Theater der Träume" das Team vor heimischem Publikum betreuen, eine Woche später (19. Mai) fällt dann beim Auswärtsspiel gegen West Bromwich Albion der letzte Vorhang für den United-Coach.

 

Nie geht man ganz – Ferguson wird Klubdirektor

Manchester United ganz ohne Alex Ferguson wird es allerdings auch in Zukunft nicht geben. Der Schotte bleibt dem Klub erhalten und wird zukünftig einen Posten in der Klub-Führung einnehmen. "Ich freue mich auf meine Aufgaben als Klubdirektor und Botschafter", heißt es von Seiten des (Noch-) Trainers in der Pressemitteilung. Vor dem Spiel gegen Chelsea am vergangenen Wochenende sagte Ferguson noch, er hätte "mit Sicherheit keinerlei Pläne, im Moment zu gehen". Das war wohl ein letzter großer Bluff des 72-Jährigen, der im Jahr 2008 noch sagte, dass er "mit 70 Jahren sicher kein Manager" mehr sein würde.

 

Mourinho, Klopp, Moyes! Wer wird Nachfolger?

Krass, welche Namen rund um das Old-Trafford-Stadion, nur wenige Stunden nach dem angekündigten Rücktritt von Ferguson kursieren. Favorit auf den Posten als neuer United-Trainer ist laut englischen Medien der aktuelle Coach vom FC Everton. David Moyes soll gute Chancen haben, seinen schottischen Landsmann in Manchester zu beerben. Aber auch ein Engagement des "Special One" José Mourinho als Nachfolger für seinen Kumpel Ferguson bei United ist zumindest ein Thema in der englischen Medienlandschaft. Der Portugiese, der bei Real wohl endgültig vor dem Aus steht, wird allerdings sehr konkret mit Ligakonkurrent Chelsea London in Verbindung gebracht.

Doch auch ein ganz anderer Name wird gehandelt: Jürgen Klopp soll ein ganz heißer Kandidat bei den Red Devils sein, laut der Zeitung "Daily Mirror" hat Alex Ferguson persönlich Kloppo als seinen Nachfolger bei United ins Gespräch gebracht. Sollte der BVB-Coach am 25. Mai in Wembley den CL-Pott mit seiner Truppe gewinnen, könnte er mit einem perfekten Abschluss das Kapitel Borussia Dortmund beenden und den Champions-League-Sieger von 2008 übernehmen. In letzter Zeit sprach der BVB-Coach auf Pressekonferenzen sogar hin und wieder auf englisch – ein Indiz?

Ferguson hört nach 27 Jahren bei United auf? Was sagt ihr! Wer soll das Amt beim englischen Rekordmeister übernehmen? Haltet ihr Klopp als United-Trainer für möglich?