Faustino Asprilla: Vom Fußball-Star zum Gejagten des Drogenkartells!

Aus Angst vor dem Drogenkartell musste Faustino Asprilla seine Heimat verlassen.
Aus Angst vor dem Drogenkartell musste Faustino Asprilla seine Heimat verlassen.

Die Geschichte von Faustino Asprilla klingt wie ein Film aus Hollywood. Nur mit dem Unterschied, dass seine Version wirklich wahr ist: Er war einst ein gefeierter Fußball-Star in Kolumbien, jetzt ist er ein Gejagter des Drogenkartells!

Dabei hat Faustino Asprilla gar nichts Kriminelles gemacht. Der 45-Jährige will eigentlich nur für die Karriere nach der Karriere sorgen. Seine Idee ist eine eigene Kondommarke auf den Markt zu bringen. Doch er hat die Rechnung ohne das Drogenkartell gemacht. Wer in Kolumbien reich und berühmt ist, kann kaum in Ruhe leben. Das hat jetzt auch der ehemalige Nationalspieler zu spüren bekommen.

Am 9. Dezember 2014, einen Dienstag, brechen plötzlich acht Vermummte in das Haus von Faustino Asprilla ein. Sie haben eine Botschaft von ihrem Boss: Zahl oder stirb! „Wenn du nicht zahlst, bringen wir alle deine Familienmitglieder um bis zu deinem letzten Angestellte“, sollen sie gesagt haben. Ihr Boss ist ein gewisser Oscar Dario Restrepo Rosero, der Chef des Drogenkartells.

Oscar Dario Restrepo Rosero wird eigentlich nur „El Porron“ , „der Krug“ genannt. Er gilt als eiskalt und ist weit über die Landesgrenzen Kolumbiens bekannt. Faustino Asprilla erstattet Anzeige, doch die Polizei wird ihm kaum helfen können. Zu mächtig ist inzwischen das Drogenkartell.

Die Polizei kennt „El Porron“ gut. Erpressungen, Morde, Raubüberfälle – kaum eine Straftat, die nicht in der Akte des Drogenkartell-Bosses vermerkt sind. Seit mehr als drei Jahren terrorisiert er die Heimat von Faustino Asprilla. Daher kann die Polizei dem Fußball-Helden nur einen Rat geben: Verlasse die Region so schnell es geht!

Das hat Faustino Asprilla gemacht. Wo er sich genau aufhält, weiß keiner so genau. Bei Twitter schrieb der Ex-Spieler von Parma und Newcastle: „Mein ganzes Leben habe ich dem Fußball gewidmet, meiner Region Tulua, meinem Land Kolumbien. Heute muss ich aus meiner eigenen Heimat flüchten.“ Wie es nun mit seiner Geschäftsidee, der Kondommarke weitergeht, kann auch noch niemand sagen. Zu groß ist noch die Angst vor dem Drogenkartell.