Endlich: Vettel wird Webber los Formel 1 Red Bull

Nach Sebastian Vettels umstritten Sieg von Malaysia nehmen die Schlagzeilen kein Ende. Erst wurde spekuliert, ob Vettel in einem der noch ausstehenden 17 Formel-1-Rennen die Punkte an Teamkollegen Marc Webber „zurückgeben“ wird, worauf Vettel mit einem klaren „Nein“ antwortete, da kommt jetzt schon die nächste Schlagzeile. „Vettel wird Webber los“.

 

Freie Bahn für Vettel

Dicke Freunde Mark Webber und Sebastian Vettel wohl nicht mehr.
Dicke Freunde Mark Webber und Sebastian Vettel wohl nicht mehr.

Marc Webber hat schon lange einen schweren Stand im Red-Bull-Team. Und das Verhältnis zu Fahrer-Kollege Sebastian Vettel ist auch alles andere als freundschaftlich, besonders nach der Eskalation des letzten Wochenendes, als sich der dreifache Weltmeister über die Teamorder hinwegsetzte und dem Australier den Sieg nahm. Erst bei der Siegerehrung wurde Vettel sein Fehlverhalten bewusst und er entschuldigte sich bei Webber. Dieser war aber stocksauer und erklärte später: „Es ist völlig egal, was bei uns angeordnet wird. Für Vettel gilt es nicht. Er kann sich einfach immer alles erlauben, weil jemand ganz oben immer seine schützende Hand über ihn hält.“

Helmut Marko ist ein ehemaliger österreichischer Rennfahrer und seit 2005 Motorsport-Chef bei Red Bull.
Helmut Marko ist ein ehemaliger österreichischer Rennfahrer und seit 2005 Motorsport-Chef bei Red Bull.

Damit gemeint ist Red-Bull-Sportchef Dr. Helmut Marko. Der bekennende Vettel-Fan sagte: „Ich kenne in der Historie, die letzten 30 bis 40 Jahre zurückgedacht, keine zwei Alphatiere dieser Art, die kuschelnd miteinander oder auf freundschaftlichem Fuß miteinander verkehrt hätten.“

Das bedeutet also, dass es so nicht weitergehen kann. Und das wird es ja auch nicht. Denn laut Medienberichten wird der Vertag des Australiers Webber nicht verlängert und sein Cockpit soll zur nächsten Rennsaison ein Nachwuchsfaher übernehmen. Reaktionen der beiden Red-Bull-Piloten zu der Personalentscheidung gibt es noch nicht. Und währende der deutsche Weltmeister im Rennsimulator in England fleißig arbeitet, erholt sich Teamkollege und Kontrahent Webber im Surf-Urlaub in Australien.

Das nächste Formel-1-Rennen findet am 14. April in Schanghai statt und wir dürfen gespannt sein, wie es mit den beiden Streithähne weitergeht.