Elfer-Zoff: Pep legt Schützen fest

Pep Guardiola hat seine Lehren aus dem Elfmeter-Stress gezogen.

Bayern-Trainer Pep Guardiola hat seine Lehren aus dem Elfer-Zoff gezogen. Ab jetzt legt er die Schützen fest. Damit dürfte das Theater um Arjen Robben beendet sein. Für den Holländer wird es keine Konsequenzen geben. Guardiola lobt ihn sogar und wird ihn am Samstag gegen Berlin von Beginn an bringen.

"Ich hatte immer Vertrauen in die Spieler, aber ab jetzt sage ich, wer schießt", erklärte der Star-Trainer vor dem Heimspiel gegen Hertha BSC. Damit ist der Zoff um die Strafstöße wohl vom Tisch. Wer die Elfmeter schießt, verriet er aber nicht. "Das ist meine Entscheidung", und fügte hinzu: "Ich werde der Mannschaft sagen, wer die Elfmeterschützen sind: Der erste, zweite, dritte, vierte und fünfte." Wer der erste Schütze ist, könnte sich recht schnell zeigen, wer der vierte und fünfte ist, erfahren wir vielleicht im DFB-Pokal oder in der Champions League, wenn auch in der Verlängerung kein Sieger ermittelt wurde.

Auf die Frage, ob Robben eventuell unzufrieden ist, reagierte Guardiola folgendermaßen: "Es können nicht alle zufrieden sein. Normalerweise sind die elf, die spielen, zufrieden, und die, die draußen sitzen, nicht. Das passiert hier und im Kongo." So kann man es auch erklären.

Konsequenzen hat das divenhafte Verhalten für den Linksfuß aber nicht, gegen Hertha werde Robben spielen. Vielmehr lobte er den 29-Jährigen: "Robben ist einer der wichtigsten Spieler, hat dem Klub mehr gegeben als jeder Trainer. Die Spieler sind viel wichtiger. Ich bin da, um die Spieler zu unterstützen. Gleichzeitig machte Guardiola aber die Machtverhältnisse klar: "Ich diskutiere nicht mit meinen Spieler. Ich spreche mit ihnen, aber das ist etwas komplett anderes. Sie müssen meine Entscheidung akzeptieren."