Einigung im Grabstein-Streit

Der kleine Jens Pascal starb am 15. Mai 2012 an einem Hirntumor. Ein "BVB-Grabstein" war sein letzter Wunsch.

Der kleine Jens Pascal ist an einem Tumor gestorben. Der letzte Wunsch des Jungen war ein Grabstein mit dem BVB-Wappen und dem Schriftzug "Echte Liebe". Dem hat die Kirchengemeinde jetzt zugesagt.

Jetzt ist der Streit um den BVB-Grabstein beigelegt. Auf dem Grab von Jens Pascal wird eine 68 Zentimeter hohe Stele stehen. Und: Das BVB-Logo samt dem Schriftzug "Echte Liebe" wird darauf zu sehen sein! Allerdings muss die Familie auf den gewünschten Fußball verzichten. Außerdem hatte die Gemeinde Mariä Heimsuchung darauf bestanden, dass ein christliches Symbol auf dem Grabstein zu sehen sein muss. Die Eltern haben sich nun für eine Taube als Symbol für den Heiligen Geist entschieden.

 

Das ist bisher passiert:

Der neunjährige Jens Pascal war am 15. Mai an einem Hirntumor gestorben. "Unser Sohn war großer BVB-Fan. Deshalb wollen wir das Logo auf jeden Fall auf seinem Grabstein", sagt Mutter Nicole Schmidt. Eine Stele mit dem Namen, das Geburts- und Sterbedatum, ein Fußball sowie das BVB-Logo und die Inschrift „Echte Liebe“ sollen auf dem Grabmal zu sehen sein. Dagegen wehrt sich der Kirchenvorstand der Gemeinde Mariä Heimsuchung in Dortmund-Bodelschwingh: "Bei einer Betrachtung der eingereichten Entwurfsskizze kam der Kirchenvorstand einstimmig zu dem Ergebnis, dass in der Gesamtheit dieser Gestaltung kein christlicher Bezug erkennbar ist. Der Entwurf in dieser Form ist dem Ort eines katholischen Friedhofs nicht angemessen."

Die Eltern haben daraufhin die Facebook-Gruppe Jens Pascal gegründet. Bereits über 120.000 User unterstützen die Familie und stellen sich gegen die Kirche. Selbst Schalke-Fans beteiligen sich an dem Entrüstungs-Sturm!

Die Gemeinde hatte einer Beisetzung auf ihrem Friedhof zugestimmt, obwohl die Eltern von Jens Pascal keine Kirchenmitglieder sind und auch das Kind nicht getauft war. Die Kirche zeigt sich weiter gesprächsbereit: "Über einen neuen Entwurf können wir reden. Voraussetzung ist aber, dass ein christlicher Bezug deutlich wird", betont der Sprecher der katholischen Gemeindeverwaltung, Michael Bodin.