Dritter Titel nach 2006 & 2007

Die Freude bei Sevilla kannte keine Grenzen

Der FC Sevilla hat die Europa League 2013/14 gewonnen. Im Finale gegen Benfica siegten die Spanier mit 4:2 nach Elfmeterschießen. Für Sevilla war es der dritte Europa Cup-Titel der Vereinsgeschichte. 2006 und 2007 (nach Elfmeterschießen) hatte man bereits den UEFA Cup gewonnen. Lissabons Finalfluch hält dagegen an. Die Niederlage gegen Sevilla bedeutete die nun insgesamt achte Final-Niederlage in einem Europa Cup-Finale nacheinander.

Ohne die beiden deutschen Ex-Nationalspieler Marko Marin und Piotr Trochowski, aber mit Ivan Rakitic ging Sevilla gegen Benfica ins Spiel. Die erste Halbzeit blieb arm an Großchancen. Für den deutschen WM-Schiedsrichter Felix Brych gab es genug zu tun, denn beide Mannschaften schenkten sich keinen Meter und hauten auch mal dazwischen, was zu frühen Gelben Karten führte. Insgesamt hatte Benfica mehr vom Spiel. Bis die Portugiesen zu ihrer ersten richtigen Torchancen kamen, dauerte es aber fast 45 Minuten. Maxi Pereira und Rodrigo scheiterten knapp an Sevilla-Keeper Beto. Als Benficas Gaitan nach einem Zweikampf mit Fazio im Strafraum zu Boden ging, war der Aufschrei groß, doch Elfmeter gab es nicht. So ging es mit einem 0:0 in die Pause.

Gekämpft wurde ab der ersten Minute
Gekämpft wurde ab der ersten Minute

So richtig Fahrt nahm das Spiel dann in der zweiten Halbzeit auf. Am Anfang erspielten sich beide Mannschaften einige gute Chancen. In der 47. Minute hätten Lima und Rodrigo für Benfica zweimal die Führung besorgen können, doch Sevillas Pareja kratze den Ball jeweils von der Linie. Fünf Minuten später hatte Sevilla eine gute Gelegenheit, aber Luisao konnte Reyes noch rechtzeitig abgrätschen und am Torschuss hindern. Danach ging es häufiger hin und her, mal konterte Sevilla, mal Benfica. In der 72. Minute hätten wieder Maxi Perreira und Lima die Führung für Benfica machen können, wenn nicht sogar müssen. Auch die Einwechslung von Marko Marin, der die Euro Leage im letzten Jahr mit Chelsea gewonnen hatte, brachte nicht mehr den entscheidenden Schub. Nach 90 Minuten stand es 0:0, es ging in die Verlängerung.

Marko Marin wurde ein – und wieder ausgewechselt
Marko Marin wurde ein – und wieder ausgewechselt

In Durchgang eins der Verlängerung hatte Sevillas Carlos Bacca das erste Tor auf dem Fuß. Nach einem starken Sprint verzog der Kolumbianer knapp. Wenig später war Schluss für Marko Marin, der nach nicht mal einer halben Stunde auf dem Platz wieder runter musste, obwohl er nicht verletzt war. Andere Spieler dagegen hatten mit zunehmender Spieldauer Probleme, Krämpfe machten sich breit. Das Spiel geriet mehr und mehr zu einem Kampf um den Ball, beide Teams hielten ihren Kasten aber über die gesamten 120 Minuten sauber. Im Elfmeterschießen hatte Sevilla dann die besseren Nerven. Cardoso und Rodrigo verschossen für Benfica, so dass Sevilla mit 4:2 gewann.