Draxler mit Wut im Bauch

"Bin hier als Zehner nicht gern gesehen." Julian Draxler meckert über seine Situation bei Schalke.

Aus im Pokal, Pleiten in der Liga und ein echtes Endspiel in der Champions League. Vor dem Spiel gegen Basel sprach Julian Draxler über die Situation bei S04. Und der Youngster scheint ordentlich geladen, denn: Er meckert richtig rum, beschwert sich über die Rolle, die er aktuell im Team von Trainer Keller spielt. Draxler will lieber auf der "Zehn" spielen und sieht kritisch in die Zukunft.

"Die Situation ist kritisch. Ich kann mir das auch nicht erklären. Im Prinzip kriegen wir das ja hier schon seit Jahren nicht in den Griff. Das ist auf Dauer frustrierend", sagte der Youngster dem "Kicker". Draxler redet Klartext. Ob das in der aktuellen Situation bei S04 hilfreich ist darf bezweifelt werden, denn am Mittwoch steht gegen den FC Basel das "Endspiel" in der Champions League an.

Und besonders für einen geht es im Basel-Spiel um ALLES, um Kopf und Kragen: Trainer Jens Keller wird bei Schalke aktuell mal wieder schwer angezählt. Medienberichten zur Folge steht Keller kurz vor der Entlassung, selbst ein Sieg gegen Basel könnte dem Trainer möglicherweise nicht mehr helfen, seinen Job zu retten.

Ebenfalls wohl nicht hilfreich für den Coach ist das, was sein Star Julian Draxler über seine persönliche Rolle bei Königsblau sagt: "Ich habe mich inzwischen damit abgefunden, dass ich auf der Zehner-Position hier auf Schalke nicht gern gesehen bin", so der Nationalspieler, der in der Krise keinen Hehl daraus macht, dass er unzufrieden ist.

Lediglich in zwei von 14 Saisonspielen durfte Draxler bisher auf der Zehn ran, immer dann, wenn Kevin-Prince Boateng nicht spielte. Das stinkt "Jule", den Keller auf links spielen lässt, richtig: "Ich bin immer noch davon überzeugt, zentral gefährlicher zu sein als außen. Auch wenn ich vielleicht der Einzige bin." Klare Worte von Draxler, die die Position des Trainers noch mehr schwächen.