Dortmund steht im Finale Champions-League

996f64bb2bf8093c2650ff66ff5aa181

Dank des 4:1 aus dem Hinspiel steht Borussia Dortmund im Finale der Champions League. Nach einer furiosen Anfangsphase von Real Madrid hatte der BVB das Spiel unter Kontrolle und erspielte sich erstklssige Chancen, ohne diese allerdings zu nutzen. Damit gaben sie den Königlichen die Chance, nach dem unerwarteten Führungstreffer auf 2:0 zu erhöhen und sogar auf den benötigten dritten Treffer zu hoffen. Dortmund zitterte das Spiel aber über die Zeit und trifft am 25. Mai im Londoner Wembley-Stadion auf Bayern München oder den FC Barcelona.

Hummels und Weidenfeller spielten stark und freuen sich mit Kehl über den Finaleinzug.
Hummels und Weidenfeller spielten stark und freuen sich mit Kehl über den Finaleinzug.

Real Madrid begann das Spiel wie erwartet sehr druckvoll. Bei toller Kulisse rückte Dortmunds Roman Weidenfeller in der Anfangsviertelstunde in den Fokus des Spielgeschehens. Bereits nach vier Minuten musste der Keeper gegen Higuain retten, der frei vor ihm auftauchte. Zahlreiche Ecken und einige Torschüsse musste der BVB überstehen, bevor Robert Lewandowski für erste Gefahr auf Seiten der Gäste sorgte (13.). Eine Minute später musste Hoffnungsträger Mario Götze mit einer Oberschenkelverletzung weichen, für ihn brachte Jürgen Klopp Kevin Großkreutz. Real marschierte weiter Richtung Dortmunds Kasten und drängte auf die Führung. Weidenfeller konnte nun gegen Ronaldo (13.) parieren, der einen Flugball mit der Brust kontrollierte und aus kürzester Distanz volley abschloss. In der 15. Minute vergab Mesut Özil eine Riesen-Chance, indem er die Kugel knapp rechts am Tor vorbeisetzte.

Der ausgebotete Iker Casillas tröstet Raubein Sergio Ramos.
Der ausgebotete Iker Casillas tröstet Raubein Sergio Ramos.

Diese Tempo und diesen Druck konnte das Team von José Mourinho aber nicht aufrecht erhalten. Dortmund verteidigte nun etwas höher, verkürzte die Abstände und ließ weniger zu. Reals Offensivpower verpuffte zunehmens, aber auch Dortmund blieb bis zur Pause ungefährlich. In einem aggressiv geführten Spiel ließ Schiedsrichter Howard Webb einiges durchgehen, verwarnte aber noch vor der Pause Higuain, Gündogan und Bender. Sergio Ramos, der immer wieder den Ellebogen gegen Lewandowski einsetzte blieb hingegen unbestraft.

Nach dem Wiederanpfiff startet Real erneut sehr offensiv, doch der BVB stand nun kompakt und ließ Real vor allem dank eines starken Mats Hummels kaum noch zum Torschuss kommen. Madrid stellte nach und nach mehr auf Offensive um, so dass sich den Dortmundern Raum zum Kontern ergab. Der BVB erspielte sich mit zunehmender Spieldauer ein Chancenplus. Robert Lewandowski donnerte einen Ball an die Unterkante der Latte (50.) und vergab ein anderes Mal kläglich aus aussichtsreicher Position. Auch Ilkay Gündogan vergab in der 62. Minute eine Großchance, als er nach toller Vorarbeit von Reus an Diego Lopez scheiterte.

Auch die Einwechslung von Kaka und Benzema brachten zunächst nichts ein. Real schien nicht mehr an das Wunder zu glauben und die Fans von Schwarz-Gelb feierten bereits den Finaleinzug. Die mangelnde Chanceauswertung sollte sich aber noch rechen und den BVB so richtig zittern lassen.

Kabinenparty mit "Wembley-Calling-Shirts".
Kabinenparty mit "Wembley-Calling-Shirts".

Über eine schöne Kombination zwischen Kaka und Özil kam Real Madrid zum Führungstor durch Karim Benzema (82.). Und wie es im Fußball so typisch ist, begann bei Dortmund das große Zittern. Die Königlichen drängten angepeitscht von den wiedererwachten Fans auf das zweite Tor. Der deutsche Meister stand nur noch hinten drin und brachte kaum noch einen Ball zum Mitspieler. Weidenfeller hielt nochmal stark gegen CR7, musste dann aber das 0:2 durch Ramos (88.) hinnehmen. Ein Tor noch - und Real hätte den BVB rausgehauen.

Trotz fünfminütiger Nachspielzeit gelang den Madrilenen kein weiterer Treffer mehr. Nach dem Abpfiff kannte der Jubel der Dortmunder keine Grenzen mehr! Der BVB steht zum ersten Mal seit 1997 und zum zweiten Mal überhaupt im Finale der Champions League.