Die österreichische Liga

Im Mai 2012 feierte Red Bull Salzburg den siebten Meistertitel der Klub-Geschichte in der österreichischen Liga.

Die höchste Liga in Österreich heißt wie in Deutschland Bundesliga. Ganz korrekt gesagt: "tipp3-Bundesliga powered by T-Mobile". Doch Gemeinsamkeiten mit der deutschen Bundesliga gibt es eigentlich nicht – vor allem ist in unserem Nachbarland einfach alles eine Nummer kleiner …

Philipp Hosnier (23) von Austria Wien ist nach 16 Spielen mit 15 "Buden" Österreichs Top-Torjäger.
Philipp Hosnier (23) von Austria Wien ist nach 16 Spielen mit 15 "Buden" Österreichs Top-Torjäger.

Österreichs höchste Spielklasse ist eine echte Miniliga: Nur zehn Teams fighten um Meisterschaft, Europacup-Plätze und Abstieg. Trotzdem dauert die Saison sogar etwas länger als beispielsweise in Deutschland. Denn: In der österreichischen Liga spielen alle Mannschaften vier Mal gegeneinander. Macht insgesamt 36 Spieltage. In den letzten Jahren hat sich Red Bull Salzburg die Vormachtstellung erobert, wurde in sechs Jahren vier Mal Meister. Daneben mischen die Wiener Traditionsvereine Austria und Rapid mit sowie Sturm Graz, das 2010/11 den Titel holte. Aktuell zeichnet sich ein Zweikampf zwischen Salzburg und Austria ab. Die beiden Erstplatzierten starten 2013/14 in d er Champions-League-Qualifikation, der Dritte und der Vierte in der Europa-League-Quali. Der Letzte steigt ab.

 

Chancenlos in Europa

International haben die Klubs aus unserem Nachbarland nicht viel zu bestellen. Da läuft’s seit vielen Jahren ähnlich wie diese Saison, in der Rapid Wien als einziges Team überhaupt noch dabei ist, aber in der Europa-League-Gruppe mit Bayer Leverkusen schon keine Chance mehr aufs Weiterkommen hat. In der Fünfjahres-Wertung der UEFA belegt Österreich aktuell den 19. Platz. Einen große Titel holten die Ösi-Klubs in Europa noch nie, Rapid Wien (1985, 1996) und Salzburg (1994) schafften immerhin Finalteilnahmen im Europapokal der Pokalsieger bzw. der Europa League.

 

Salzburg dominiert die österreichische Liga

Leere Ränge: Selbst Meister Salzburg hat im Schnitt weniger als 10.000 Zuschauer.
Leere Ränge: Selbst Meister Salzburg hat im Schnitt weniger als 10.000 Zuschauer.

Die Vorherrschaft von Red Bull Salzburg hat ihren Grund: Seit 2005 ist Getränke-Gigant Red Bull Groß-Sponsor des Klubs. So kann der Verein am meisten Kohle raushauen, stellte mit 4 Mio. Euro mit Sadio Manè vom FC Metz (Frankreich) den eigenen österreichischen Transferrekord aus dem Jahr 2005 (4 Mio. für Andreas Ivanschitz, inzwischen zu Mainz gewechselt) ein.und mit Isaac Vorsah (kam von 1899 Hoffenheim) haben sie auch den Star mit dem größten Marktwert in ihren Reihen (ca. 4 Mio.). Nur: Im Vergleich mit den Ausgaben großer Klubs in anderen Ligen ist auch Red Bull nur "mini".

 

Die geilsten "Buden" in Österreichs Liga