Die griechische Liga

Das Logo der "Super League ellada", der griechischen Liga.

Olympiakos Piräus und Panathinaikos Athen – das sind seit vielen Jahren die dominierenden Teams in der griechischen Liga. Den Titel machen sie meist unter sich aus. Doch international reißen sie kaum was. Denn: Das Niveau in Griechenland ist nicht so hoch wie in den Top-Ligen Europas. Dabei haben sie sogar einen Messi …

Wer aktuell auf die Tabelle der ersten griechischen Liga schaut, findet ganz oben ein für die "Super League ellada" vertrautes Bild: Rekordmeister Olympiakos Piräus (39 Titel) liegt nach sieben Siegen aus sieben Spielen unangefochten vorne. Dagegen schwächelt der große Konkurrent: Panathinaikos Athen, zuletzt zwei Mal hinter Piräus Vizemeister und 2009/10 am Ende vor dem Rivalen, liegt nur auf Platz 8. Und feuerte nach dem Fehlstart in die Saison sogar seinen Routinier Konstantinos Katsouranis (33), der noch bei der EM Leistungsträger im Nationalteam war. Dabei ist Panathinaikos hinter Olympiakos seit jeher das dominierende Team in Griechenlands höchster Spielklasse, holte insgesamt 20 Mal die Meistertrophäe, seit diese 1906 erstmals ausgespielt wurde. Die Erste Liga wurde 1959/60 gegründet, 1979 gab’s die erste Profisaison. Zurzeit kommen inklusive Olympiakos – der Klub kommt aus der zu Athen gehörenden Hafenstadt Piräus – fünf Mannschaften aus Griechenlands Hauptstadt. AEK Athen ist der Klub, der es als Letztes schaffte, Panathinaikos und Olympiakos abzuhängen: 1994 wurde AEK Meister.

 

Chancenlos in Europa

International haben die griechischen Teams allerdings wenig zu melden. In der 5-Jahres-Wertung der UEFA liegt die griechische Liga auf Position 12 , was ihnen zwei Startplätze in der CL und drei in der EL verschafft. Einen Titel holten die Teams nie, der größte Erfolg war die Finalteilnahme von Panathinaikos 1971, als sie gegen Ajax Amsterdam 0:2 verloren. 2010 erreichte Olympiakos immerhin das Achtelfinale, schied da gegen Girondins Bordeaux aus. Auch in dieser Saison hält der Meister die griechischen Fahnen in der CL hoch, verlor in der Schalke-Gruppe aber die ersten beiden Spiele (gegen Schalke 1:2).

 

Keine Stars

Den Klubs in Griechenland fehlt die Kohle, um ihre Teams nennenswert zu verstärken. Große Stars sind deswegen Fehlanzeige, Vasilios Torosidis (27) von Olympiakos ist mit einem Marktwert von rund 6,5 Mio. Euro der wertvollste Spieler der griechischen Liga. Als Juwel gilt Youngster Giannis Fetfatzidis (21), der auch der "Messi Griechenlands" (Highlights, siehe siehe Video unten) genannt wird. Der 1,68 Meter kleine Mittelfeld-Wirbler wurde schon mit Schalke 04 und Werder Bremen in Verbindung gebracht .

 

Wenig Zuschauer

Ein Grund für die schlechte finanzielle Situation: Der Zuschauerzuspruch in der griechischen Liga ist mager. Olympiakos hatte 2011/12 mit knapp 22.000 Zuschauern den besten Schnitt – weniger als der schlechteste der Bundesliga (SC Freiburg). Auf der anderen Seite sind die Fans der Klubs sehr leidenschaftlich bei der Sache, zuweilen auch fanatisch. In den letzten Jahren kam es mehrfach zu Randalen, so zum Beispiel beim Spitzenspiel zwischen Olympiakos und Panathinaikos im März 2012. Wegen massiver Ausschreitungen musste die Partie sogar abgebrochen werden, Panathinaikos wurde mit zwei Minuspunkten für die aktuelle Saison belegt.

Eine Neuerung gibt’s ab 2013/14: dann wird auf 18 Teams aufgestockt. Deshalb steigen in dieser Spielzeit nur zwei statt wie bisher drei Teams ab.

 

Giannis Fetfatzidis – so zaubert der Messi der griechischen Liga