Der neue Star der Bundesliga

Der neue Star der Bayern wir auf der Bank Platz nehmen: Josep "Pep" Guardiola.

Die Bayern haben den vermutlich größten Coup ihrer Vereinsgeschichte unter Dach und Fach gebracht – Star-Coach Pep Guardiola übernimmt das Team von Jupp Heynckes im Sommer. Mit dem zweifachen Champions-League-Sieger kommt neben sportlicher Kompetenz und Erfahrung auch eine Menge Glamour nach München und in die Bundesliga. Guradiola zu Bayern – ist das der endgültige Ritterschlag für die Bundesliga als eine der stärksten und attraktivsten Ligen der Welt? BRAVO Sport zeichnet für euch die nationalen und internationalen Reaktionen auf diese HAMMER-Meldung nach.

Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge ist in diesen Tagen vor allem eines: Stolz auf den Coup, der dem Verein bei der Heynckes-Nachfolge gelungen ist. "Pep Guardiola ist einer der erfolgreichsten Trainer der Welt, und wir sind sicher, dass er nicht nur dem FC Bayern, sondern auch dem deutschen Fußball viel Glanz verleihen kann", wird Rummenigge in der offiziellen Pressemitteilung der Bayern zur Guardiola-Verpflichtung zitiert. Und tatsächlich: Neben den exzellenten Aussichten für den eigenen Verein, die mit Guardiola einhergehen, ist vor allem die Bundesliga der heimliche Gewinner dieses Sensations-Deals. Neben den grandiosen sportlichen Erfolgen der Bundesligisten in den europäischen Wettbewerben ist gerade die Guardiola-Verpflichtung ein deutliches Zeichen für den Vormarsch der Bundesliga im internationalen Rahmen.

 

England und "das Geld" gehen leer aus

Guardiola hat sich mit seiner Entscheidung für den FC Bayern laut seinem Berater für das "beste Angebot" entschieden. Dass Pep unter "Angebot" nicht nur die Kohle versteht, die es zu verdienen gibt, zeigt seine Entscheidung für Bayern und gegen diverse Premier-League-Klubs. Bei Chelsea oder Manchester City, die ebenfalls an einer Verpflichtung von Pep gearbeitet hatten, hätte der Spanier eine ganze Ecke mehr Kohle einstreichen können als beim deutschen Rekordmeister, aber: Pep ist ein Trainer mit Visionen, ein "Architekt des Erfolges" und dafür muss ein Verein mehr bieten als den größten Gehaltsscheck. Die Entwicklung der Bundesliga schreitet kontinuierlich voran, mit Pep Guardiola als Bayern Trainer hat diese Entwicklung ihren vorläufigen Höhepunkt erreicht.

 

Reaktionen auf den Guardiola-Deal

In München beerbt "Pep" Jupp Heynckes.
In München beerbt "Pep" Jupp Heynckes.

Medien und Fußballexperten in Deutschland sind sich einig: Guardiola ist ein Riesengewinn für Bayern UND die Bundesliga. Die Reaktionen auf die Nachricht sind entsprechend: "Da muss ich dem FC Bayern gratulieren, dass sie den Pep Guardiola bekommen haben. Ich kann mir vorstellen, dass er überschüttet wurde von Angeboten. Ihn zu bekommen, da muss ich sagen: Herzlichen Glückwunsch", sagte Bayern-Ehrenpräsident Franz Beckenbauer. Dortmund-Boss Aki Watzke sieht in der Guardiola-Verpflichtung einen Riesenschritt für die Bundesliga: "Ich kann nur mit vollem Herzen und ohne Neid gratulieren. Man muss auch die Größe haben und sagen: Chapeau! Das ist eine Riesengeschichte für die Liga, gibt ihr international noch mehr Reputation. Als ich das gehört habe, war ich schon sehr erstaunt, denn ich weiß, wie schwer es ist, so einen Trainer zu bekommen. Wir müssen auf dieser Position aber nicht kontern, denn wir haben mit Jürgen Klopp den für Borussia Dortmund besten Trainer der Welt."

In die Reihe der Gratulanten reihten sich unter anderem auch Ex-Bayern-Coach Ottmar Hitzfeld und DFL-Geschäftsführer Andreas Rettig ein. Hitzfeld sieht in Guardiola "einen der besten Trainer der Welt, der auch von der Mentalität her gut zu den Bayern passt", Rettig gratulierte den Bayern zur Verpflichtung und ist sich sicher, dass "mit Guardiola das internationale Interesse an der Liga sicher weiter steigen wird."

 

Internationale Pressestimmen geteilt

Korb von Guardiola: Chelsea-Besitzer Abramowitsch.
Korb von Guardiola: Chelsea-Besitzer Abramowitsch.

Im Ausland fielen die medialen Reaktionen auf die Zusammenarbeit von Guardiola und Bayern München verschieden aus. Aus Italien vernahm man überwiegend positive Reaktionen, spanische Medien reagierten unterschiedlich. So titelete die italienische "Tuttosport" auf ihrer Website kurz und knapp "Bundespep", die "Gazetta dello Sport" schrieb: ... Die Komplimente von Borussia Dortmund bezeugen die revolutionäre Auswirkung, die Guardiola auf den europäischen Fußball haben wird. Das System Bundesliga gönnt sich den Luxus, den begehrtesten Trainer der Welt anzuheuern." "La Repubblica" schrieb: "Mit Peps Wechsel zu Bayern München erlebt die Bundesliga einen definitiven Qualitätssprung. (...) Die Bundesliga ist auch die tugendhafteste, da die Bilanzen der Klubs mehrheitlich positiv sind, und die demokratischste, weil die Gehälter nicht übertrieben sind."

Spaniens "El Pais" erkannte:"Deutschland fasziniert Guardiola – der Trainer wählt Bayern wegen der gesunden deutschen Wirtschaft, der Möglichkeit, dem Team einen anderen Spielstil zu geben und der familiären Stabilität anstatt der englischen und italienischen Millionen-Offerten." Einen anderen Ton schlug in Guardiolas Heimat die Tageszeitung "El Mundo" an: "Pep flieht vor der Herausforderung und vor Mourinho. Seine Flucht in die Bundesliga ist ein ungewöhnliches Zeichen von Feigheit. Pep hat solche Angst, dass er die Sicherheit der Mittelmäßigkeit dem Kampf fürs Außergewöhnliche vorzieht."

Die englische Presse klingt in ihren Kommentaren eher "beleidigt". Kein Wunder, galten doch die Premier-League-Klubs Chelsea, City und ManU als Favoriten im Poker um Guardiolas Dienste – City beschäftigt sogar zwei ehemalige Assistenten von Pep und malte sich daher beste Chancen aus. Neben der Schmach für die drei englischen Top-Klubs wird Guardiolas Entscheidung aber auch als Niederlage für das "Produkt" Premier League und als "Ritterschlag" für die Bundesliga gesehen. Die nicht als "zimperlich" geltende "Sun" reagierte für ihre Verhältnisse nüchtern:"Pep Guardiola stößt Manchester City vor den Kopf und schockiert Chelsea: Mit seiner Zusage an Bayern München hat Guardiola Premier-League-Herzen gebrochen." Der "Guardian" analysierte: "Pep Guardiola wurde von Bayerns Klasse und Vision verführt. (...) In einer Liga, die immer stärker wird, in der Identität eine Rolle spielt. Die Spanier sehen in Deutschland eine Art Reinheit, die ihnen in ihrer eigenen Liga fehlt, die mit ernsten strukturellen Problemen und durch die Wirtschaftskrise bedroht ist."

Pep und die Bayern – ihre Zusammenarbeit ruft international verschiedene Reaktionen hervor. Was meint ihr zu den Reaktionen?

 

Mehr zum Thema

Pep Guardiola – die Karriere des neuen Bayern-Trainers in Bildern. Checkt unsere Pep-Galerie aus!!!

Unser Star des Tages am 17. Januar ist Pep Guardiola. Checkt hier alles über den neuen Bayern-Coach ab!!!