Darum scheitert der BVB am 3-5-2

Bereitete Jürgen Klopp Kopfzerbrechen: Die Aufstellung gegen Erzrivalen Schalke 04!

Klarer Fall! Der BVB setzt am liebsten auf ein 4-2-3-1-System. Beim Revier-Derby gegen Schalke schickte Kloppo seine Jungs in einer 3-5-2-Formation auf den Rasen. Darum ist das Taktik-Experiment gescheitert!

Götze verletzt, Schmelzer verletzt, Gündogan verletzt! Die Personalprobleme in Dortmund zwangen Jürgen Klopp im Revier-Derby gegen Erz-Rivalen Schalke zu ungewöhnlichen Methoden: Der BVB-Coach schickte seine Elf in einer 3-5-2 Formation auf den Rasen – und scheiterte auf ganzer Linie.

Dabei liegen die Vorteile dieses Systems klar auf der Hand: Das ist zum einen die doppelte Spitze und zum anderen das kompakt gestaffelte Mittelfeld mit einem dreifachen Sechser im Zentrum. Dadurch schrumpft die Abwehrkette jedoch auf drei Mann zusammen und die Flügel sind nur im Mittelfeld besetzt. Das Problem: Mit dieser ungewohnte Situation kamen die Dortmunder Profis nicht wirklich klar und konnten diese Vorteile nicht zu ihren Gunsten ausnutzen.

 

Schlechte Vorbereitung

Jürgen Klopp gibt Taktik-Unterricht.
Jürgen Klopp gibt Taktik-Unterricht.

BVB-Kapitän Sebastian Kehl bemängelte, dass das Team erst 90 Minuten vor Spielbeginn von der Taktik-Umstellung erfahren hat und – das fiel besonders schwer ins Gewicht – in dieser Formation noch nicht wirklich trainiert hatte. Resultat: Im Dortmunder Mittelfeld mangelte es an der Raumorientierung! Stattdessen richtete man sich zu früh nach Schalkes offensiven Spielern, ließ sich so weit hinten rein drücken – auf Kosten der defensiven Dreierkette. Subotic, Bender und Hummels mussten zurückweichen anstatt zu antizipieren und die gesamte Borussen-Defensive staffelte sich somit ordentlich tief. Dadurch standen Reus und Lewandowski vorne ziemlich alleine da – und waren gegen Matip, Höwedes und Neustädter, der sich immer wieder aus dem Mittelfeld nach hinten zurückfallen ließ, deutlich in der Unterzahlen. Eine Mannorientierung konnte aber aus dem Grund nicht aufgehen, als dass das die Dortmunder Flügel nur im Mittelfeld besetzt waren – so ein Ungleichgewicht muss durch eine clevere Raumorientierung aufgefangen werden.

 

Einsehen nach 30 Minuten

Die Borussen waren so defensiv zwar sehr gut aufgestellt – das 1:0 für die Gäste war der erste Torschuss der Königsblauen in dieser Partie – nach vorne ging dadurch trotz doppelter Sturmspitze für Schwarz-Gelb allerdings nicht viel. Nach einer knappen halben Stunde hatte Kloppo dann aber ein Einsehen mit seinen Jungs und stellte wieder auf das bei den Borussen altbewährte 4-2-3-1-Sytem um. Da war es aber schon zu spät, da Schalke sich nach der 1:0 Führung eher passiv verhielt und es statt mit Kurzpassspiel eher mit langen Bällen versuchte.

Für heute Abend hat Klopp schon angekündigt: keine taktischen Experimente gegen Ronaldo & Co. Dafür steht einfach zu viel auf dem Spiel!