Darum kocht Ronaldo!

"Die Prinzessin ist traurig", titelt die spanische Tageszeitung "El Mundo".

Die Meldung schlug ein wie eine Bombe: Cristiano Ronaldo will tatsächlich Real Madrid verlassen. Fragt sich nur: Was ist bei den "Galaktischen" passiert, dass "CR" plötzlich abhauen will? Wer ist schuld? Hier erfahrt ihr es.

Ronaldo weg von Real? Von dem Klub, wo er in den letzten zwei Jahren über 100 Tore geballert hat? Wo ihn die Fans feiern? Wo viele seiner portugiesischen Landsleute als Trainer (Mourinho) oder Spieler (Pepe, Coentrao) im Einsatz sind? Warum? Nach Antworten auf diese Frage sucht gerade die ganze Fußballwelt – zumal Ronaldo so kurz nach Ablauf der Transferperiode ja in den kommenden Monaten überhaupt nicht mehr wechseln kann. Warum ist "CR" derart enttäuscht?

 

. Ärger um den neuen Vertrag

Ronaldos Vertrag läuft noch bis 2015. Aber: Der Portugiese würde gerne vorzeitig verlängern - und will deutlich mehr verdienen als aktuell. Soweit alles ok. Derzeit bekommt er 10 Millionen Euro netto, was Real etwa 15,5 Millionen Euro kostet. Ronaldo muss relativ geringe Steuern bezahlen, da zur Zeit seiner Vertragsunterzeichnung das so genannte "Beckham Law" (Beckham-Gesetz) Gültigkeit hatte. Das besagte, dass Menschen, die weniger als zehn Jahre in Spanien leben und mehr als 120.000 Euro im Monat vedienen, nur halb so viel an Steuern bezahlen müssen als "Normalbürger". Dieses Gesetz gibt es mittlerweile nicht mehr. Ronaldo sieht sich als unterbezahlt, will 15 Millionen Euro netto im Jahr. Da die Steuererleichterung aber wegfällt, müsste Real pro Jahr 31 Millionen Euro bezahlen, damit netto 15 Millionen für Ronaldo übrig blieben. Also: Doppelt so viel wie bisher! Das ist dem Klub zu viel. Und deshalb will Real momentan nicht verlängern. Eine Riesen-Enttäuschung für "CR", der eigentlich immer gesagt hatte, er wolle seine Karriere in Madrid beenden.

 

2. Krach mit "Kumpels"

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Im Real-Kader ist ein Streit darüber entbrannt, für wen sich die Spieler in Sachen Weltfußballer-Wahl aussprechen wollen. Ronaldo will unbedingt seinen zweiten "Goldenen Ball" nach 2008. Doch viele Real-Spieler haben öffentlich Torhüter und Kapitän Iker Casillas als ihren Favoriten genannt. Vor allem die Spanier – aber nicht nur. Auch Brasil-Star Marcelo, eigentlich einer der besten Ronaldo-Freunde, spricht sich für Casillas aus. Und angeblich auch noch Landsmann Fabio Coentrao. Das hat Ronaldo tief getroffen.

 

3. Enttäuschung über Mourinho

Dazu kommt ein Krach mit Coach Jose Mourinho. Dieser hatte Ronaldo jüngst eine Reise in seine Heimat Funchal zum siebten Todestag seines Vaters untersagt. Auch darüber zeigte sich der Megastar tief enttäuscht.

Bleibt abzuwarten, ob sich die Wogen wieder glätten. Sonst heißt es bald: Adios Ronaldo!

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