Dante für Deutschland?

Bald könnte Dante auch im Trikot der deutschen Nationalmannschaft die Abwehr dirigieren!

Die deutsche Nationalelf wackelte in der Defensive zuletzt immer wieder gewaltig. Aber, es gäbe eine ganz verrückte Lösung für das anhaltende Abwehr-Problem. Denn: Ab 2014 könnte Bayerns Abwehr-Boss Dante für Deutschland spielen! Und das, obwohl er in Brasilien geboren wurde. Wie das möglich ist? Das – und alles zum Thema Einbürgerung von Fußballprofis erfahrt ihr vom Guru!

Dante Bonfim Costa Santos – kurz "Dante" – wurde am 18. Oktober 1983 in Salvador de Bahia (Brasilien) geboren. So weit, so normal. Weil Bayerns Brasil-Kicker bei der Heim-WM 2014 in Brasilien unbedingt dabei sein will, aber bisher noch nie vom brasilianischen Fußballverband für ein Länderspiel nominiert wurde, verfolgt das Abwehr-Ass einen verrückten "Plan B". Für seinen großen Traum könnte er sich sogar eine Einbürgerung vorstellen …

 

Wäre Dante für den DFB spielberechtigt?

Ja! Allerdings frühestens ab Januar 2014! Dann wäre der Brasilianer nämlich seit fünf Jahren in Deutschland – und das ist die Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Einbürgerung. Dann gibt’s da noch einen Haken: Bis zu diesem Zeitpunkt darf Dante kein einzige Pflichtspiel für die brasilianische Nationalmannschaft bestritten haben. "Mein ganz großes Ziel ist es natürlich, einmal für mein Heimatland aufzulaufen", sagt Bayerns Abwehr-Boss. "Aber wenn das nicht klappen sollte, wäre die deutsche Nationalmannschaft vielleicht eine Alternative!"

 

Was bringt’s Jogi?

Zuletzt schwächelte die DFB-Defensive immer wieder. Sowohl im EM-Halbfinale vs. Italien (1:2) als auch in der WM-Quali gegen Schweden (4:4) sah die Viererkette nicht wirklich gut aus. Vor allem die Innenverteidigung (ob Badstuber vs. Schweden oder Hummels gegen Italien) patzte zum Teil heftig. Mit Dante hätte Jogi Löw eine Top-Aternative für "Innen". Außerdem könnte der DFB-Coach so auf einen kompletten Bayern-Block mit Boateng, Badstuber, Dante und Lahm setzen – eine Viererkette, die auf auf jeden Fall perfekt eingespielt wäre!

 

Brasilianer für Deutschland, hat’s das schon gegeben?

Allerdings! Sowohl Paulo Rink (u.a Bayer Leverkusen) als auch Cacau (VfB Stuttgart) sind gebürtige Brasilianer. Rink ließ sich 1998 einbürgern, um seinen Traum von Länderspiel-Einsätzen in die Tat umzusetzen. Allerdings kam der Stürmer zwischen 1998-2000 gerade mal auf 13 Einsätze (0 Tore) für die DFB-Elf. Stuttgarts Cacau (23 LS, 6 Tore) ist da schon erfolgreicher – auch wenn der Angreifer zuletzt nicht mehr zum Kader gehörten. Ob Dante 2014 tatsächlich der dritte Brasilianer im Deutschland-Trikot wird? Mal schauen! Möglich wär’s jedenfalls.