CL-Quali: FC Schalke unter Druck! Schalke trifft auf PAOK Saloniki!

Fehlt verletzt in der CL-Quali: Klaas Jan Huntelaar

Am Mittwochabend trifft Schalke in der Qualifikation der Champions League auf PAOK Saloniki. Kein schweres Spiel für Schalke – könnte man meinen. Doch die Königsblauen sollten es sich nicht wieder zu einfach machen.

Nach den Transfers von Adam Szalai und den Youngstern Leon Goretzka und Christian Clemens sowie Ex-BVB-Verteidiger Felipe Santana sah sich der FC Schalke 04 gut gewappnet für die neue Saison. Mit Selbstbewusstsein nach einer guten Vorbereitung und vielen gewonnenen Testspielen glaubte man an eine starke Mannschaft, die sich locker auf Augenhöhe mit dem FC Bayern und Borussia Dortmund befand. Doch schon die ersten beiden Spiele in der neuen BL-Saison belehrten Spieler und Trainer eines Besseren: Während man sich vom HSV mit 3:3 noch unentschieden trennte, musste S04 am 2. Spieltag eine ziemliche Klatsche hinnehmen: Der VfL Wolfsburg fertigte seine Gäste mit 4:0 ab und holte die „Knappen“ zurück auf den harten Boden der Realität.

Ebenfalls verletzt: Sead Kolasincac
Ebenfalls verletzt: Sead Kolasincac

Zu dem ohnehin schon schlechten Start in die BL plagen den Klub jetzt auch noch eine Reihe Verletzungssorgen: Klaas Jan Huntelaar verletzte sich vergangenes Wochenende am Knie und wird ein paar Wochen ausfallen – immerhin ist mit Adam Szalai ein überragender neuer Stürmer verpflichtet worden, der den „Hunter“ gebührend vertreten wird.

Linksverteidiger Sead Kolasincac leidet, genau wie Mittelfeldspieler Marco Höger, an muskulären Problemen und fehlt damit als wichtiger Back Up für Christian Fuchs.

Chinedu Obasi fällt sowieso schon seit April aus und Kyriakos Papadopoulos hat sogar seit November letzten Jahres nicht mehr auf dem Rasen gestanden.

 

CL-Quali gegen PAOK Saloniki

Benedikt Höwedes
Benedikt Höwedes

„Dieses ständige Auf und Ab zerrt schon gewaltig an den Nerven“, verrät Benedikt Höwedes im Interview mit FAZ. Und der Druck auf das Team wird mit der bevorstehenden CL-Quali garantiert nicht kleiner. „Trainer Keller hat uns deutlich gemacht, was für Schalke in diesen beiden Partien auf dem Spiel steht. Es ist für den Verein aus finanzieller Sicht unheimlich wichtig, in die Gruppenphase einzuziehen. Und wir Spieler wollen natürlich die großen Spiele machen“, so Höwedes weiter.

Gerade finanziell muss mindestens die Gruppenphase in der Champions League erreicht werden – allein hier winken schon etwa 20 Millionen Euro aus Startgeld, Prämien und Eintrittsgeldern. Der Einzug in die Finalrunden bringt sogar noch ein Vielfaches dessen.

Dass der griechische Vizemeister nicht zu unterschätzen ist, weiß aber auch Benedikt Höwedes: „Saloniki hat ein paar gute Einzelspieler, spielt sehr aggressiv. Papadopoulos, unser Grieche im Team, hat uns gesagt, dass sie in beiden Spielen gegen Charkiw das bessere Team gewesen seien.“ Vermutlich wird Schalke ziemlich um einen Sieg kämpfen müssen, Saloniki ist zwar nicht unbedingt extrem torgefährlich, könnte aber ziemlich tief stehen und sehr kompakt in der Defensive.

Außerdem ist der neue Trainer von Saloniki ausgerechnet Huub Stevens, der Schalke nicht nur von 1996 bis 2002 trainierte, sondern auch von 2011 bis Mitte der letzten Saison. Er kennt die meisten Spieler also noch ziemlich genau – ein großer Nachteil für Schalke.

 

Schalke muss gewinnen!

Für die Mannschaft, die Verantwortlichen und vor allem auch die Fans wäre der geplatzte Einzug in die Gruppenphase jedoch eine Katastrophe. Schalke sollte sich große Mühe geben schon die Hinrunde in der heimischen Veltins Arena zu gewinnen, sonst könnte nicht nur der Traum von Europa vorzeitig platzen.

Was meint ihr: Hat Schalke 'ne Chance gegen PAOK Saloniki?