Chelsea: 50 Millionen für Schürrle

50 Millionen will der FC Chelsea in die Hand nehmen für den Schürrle-Deal.

Der FC Chelsea macht im Poker um Andre Schürrle ernst: 50 Millionen Euro sollen die Londoner bereit sein, sich die Dienste des deutschen Nationalspielers kosten zu lassen. Außerdem sollen Chelsea und Liga-Konkurrent Manchester City an Bayern-Bankdrücker Mario Gomez dran sein.

Trägt Andre Schürrle nächste Saison das Trikot des FC Chelsea? Der Londoner Klub soll bereit sein, sich den Schürrle-Deal fette 50 Millionen Euro kosten zu lassen. Laut dem "Express" waren Vereinsvertreter von Bayer Leverkusen und Schürrles Berater bereits am letzten Freitag in London um über das Angebot zu verhandeln. Dabei soll nach Informationen der Zeitung eine Einigung über den Wechsel erzielt worden sein.

So sieht der Deal aus: Chelsea bekommt Schürrle für eine Ablöse von 20 Millionen Euro. Darüber hinaus verleihen die "Blues" Offensiv-Talent Kevin De Bruyne an Bayer. Schürrle selbst soll in London einen Fünfjahresvertrag mit einem Gehalt von etwa 5 Millionen Euro pro Jahr erhalten – macht zusammen mit der Ablöse 45 Millionen Euro. Bereits im vergangenen Sommer hatte Bayer ein 25-Millionen-Angebot der Londoner für "Schü" abgelehnt. Damals gab es aber auch keine Alternative für Schürrle, die könnte bei diesem Deal nun Kevin De Bruyne sein.

Doch auch der Belgier muss dem Deal zustimmen und bereit sein, nach Leverkusen zu wechseln. Für den Fall, dass De Bruyne ablehnt, soll Chelsea bereit sein auf die Schürrle-Ablöse noch mal die eine oder andere Million drauf zu packen. Und das müssen die "Blues" auch, denn: Ob De Bruyne einem Wechsel zu Leverkusen zustimmt ist nicht sicher, er hat Alternativen. Borussia Dortmund soll dem FC Chelsea ein Angebot über 17 Millionen Euro für De Bruyne vorgelegt haben, was wiederum Spekulationen über einen Wechsel von Superstar Mario Götze auslöste.

 

Keine Bestätigung von Bayer

Aus Leverkusen wurde die Meldung über eine Einigung zwischen Chelsea und Schürrle nicht bestätigt: "Es sind zurzeit soviele Spekulationen dabei, daran möchte ich mich nicht beteiligen", sagte Bayer-Boss Wolfgang Holzhäuser. Sportchef Rudi Völler demonstrierte zumindest nach Außen Gelassenheit im Schürrle-Poker: "Es gibt immer wieder Anfragen, da ist André nicht der einzige im Klub. Dass man dann überlegt, gehört zum Geschäft", so Völler. Mit anderen Worten: Alles kann nichts muss bei Bayer, doch Schürrle will bei Chelsea offensichtlich den nächsten Schritt wagen und ob Bayer ihn davon abhalten kann und will ist fraglich. Zumal, anders als im vergangenen Sommer, mit De Bruyne direkt ein Nachfolger bereit stehen könnte.

 

Schürrle bald in einem Team mit Gomez?

Und bei Chelsea könnte es sogar noch einen zweiten deutschen Stürmer-Deal geben: Laut englischen Zeitungsberichten baggern die "Blues" und Ligakonkurrent Manchester City an Bayern-Reservist Mario Gomez. Der Nationalspieler ist aktuell unter Jupp Heynckes nur die Nummer Drei im Bayern-Sturm und liebäugelt offenbar mit einem Wechsel, denn auch unter Pep Guardiola, der die Bayern im Sommer übernehmen wird, dürften Gomez´ Chancen auf den Stammplatz nicht unbedingt größer werden.

Laut dem Bericht bemühen sich beide Klubs in erster Linie um Neapels Edinson Cavani, haben aber für den Fall, bei Cavani den Kürzeren zu ziehen, auch Gomez auf der Liste. Zuletzt hatten auch Aussagen des Gomez-Beraters für Wechselgerüchte gesorgt: "Die Begehrlichkeiten für Mario waren und sind immer da. Während seiner Zeit beim VfB Stuttgart, vor seinem Wechsel zum FC Bayern und seiner letzten Vertragsverlängerung, aber natürlich auch jetzt", sagte der Berater zur "Bild".