BVB-Rückkehrer Sahin

Nuri Sahin ist glücklich wieder "Zuhause" zu sein!

Der überraschende BVB-Rückkehrer Nuri Sahin hatte Gänsehaut als er zum Rückrundenauftakt in Bremen das Stadion betrat. Mit breitem Grinsen im Gesicht streifte sich der deutsche Meister von 2011 das schwarzgelbe Trikot über.

Wow... so herzlich hatte sich Nuri Sahin seinen Empfang bei den Dortmunder Fans wohl nicht erträumen können. Am 18. Spieltag war es endlich so weit: Der Mittelfeld-Künstler durfte nach dem Ausflug zu Real Madrid und dem FC Liverpool wieder für den BVB auflaufen. In der 84. Minute wechselte Erfolgs-Trainer Jürgen Klopp den 24-Jährigen ein und die mitgereisten Fans fingen lautstark an "Dortmunder Jungs" für ihren Heimkehrer zu singen. Nuri Sahin tat sich schwer, mit voller Konzentration am Ball zu bleiben, zu groß war die Freude über die herzliche Begrüßung.

Dass er für immer bei Borussia Dortmund bleiben wird, will der Deutsch-Türke nicht ausschließen. Seinen Ausflug zu Real Madrid bereut Sahin allerdings nicht. Im Gegenteil: Der Mittelfeld-Star betont das gute Verhältnis zu Trainer Mourinho, der trotz Verletzung immer hinter ihm stand. Auch auf die Unterstützung seiner Kollegen konnte er immer zählen: "Die Jungs sind sehr nett. Besonders Cristiano Ronaldo, der mir in meiner schweren Zeit immer wieder Mut gemacht hat. Er hat mir gesagt, dass ich ein guter Fußballer bin und mir keine Sorgen machen soll."

Doch für den BVB-Kicker zählt momentan nur eins: Seine glückliche Rückkehr zum deutschen Meister und Trainer Jürgen Klopp, den er in höchsten Tönen lobt: "Ich habe gemerkt, dass ich nur hier sein will." Gegen Nürnberg wird er heute wohl dennoch erst mal auf der Bank sitzen müssen. Sahin weiß, dass es Zeit braucht sich einen Stammplatz in der Mannschaft zu erkämpfen.

 

Kein Glück bei Real

In Madrid lief es für Nuri Sahin nicht wie erhofft!
In Madrid lief es für Nuri Sahin nicht wie erhofft!

Mit der gewonnenen Meisterschaft im Gepäck und einer überragenden Saison bei Borussia Dortmund wechselt der Offensiv-Spieler im Sommer 2011 in die spanische Primera Divison zu [search:real]Real Madrid[/search]. Nach einer krassen Saison schlüpft der damals 22-Jährige für eine Ablösesumme von 10 Millionen ins Trikot der Königlichen. Sein Einstand verläuft allerdings alles andere als optimal: Nach langem Verletzungspech, verpasster Saisonvorbereitung und anschließendem Formtief bringt es der türkische Nationalspieler in der gesamten Hinrunde auf lediglich 38 Spielminuten in der Primera Division.

Hinzu kommt: Sahin fühlt sich von der teils heftigen persönlichen Kritik der aggressiven spanischen Medien verletzt. Außerdem sollen sich der gebürtige, wie bodenständige Sauerländer und dessen Familie mit Ehefrau Tugba und Baby Ömer in Madrid nicht sonderlich wohl gefühlt haben.

 

Ausleihe zum FC Liverpool

Nach erneuten Verletzungsärgernissen ist der Rückstand von Nuri Sahin auf seine Team-Kameraden bei Real im Meisterschaftsjahr zu groß. Auf Rat von Trainer José Mourinho geht das Mittelfeld-Ass zum FC Liverpool – Coach Rogers will den ehemaligen Bundesliga-Star um jeden Preis, übernimmt sogar das volle Gehalt und noch eine hohe Leihgebühr für Sahin. Der Lockruf des Trainers („Du wirst bei mir die Nummer sechs“) geht allerdings nicht auf. In der englischen Profiliga wird der Kicker auf jeder Position eingesetzt, aber nicht auf der Sechs! Bei einer Rückkehr, die ihm Mourinho vor seinem Abgang fest zugesagt hatte, zu den kriselnden Spaniern wäre Sahins sportliche Zukunft fraglich gewesen.

Zieh dir hier die krasse Karriere von Nuri Sahin in der Bildergalerie rein!