Bundesliga: Seppos Spieltag Kurioses, Verrücktes, Bemerkenswertes zum zwölften Spieltag der Bundesliga 2012/13

Christian Wetklo im gegnerischen Strafraum

Das Spiel Bayern vs. Nürmberg hat schon alleine jede Menge kurioser Szenen für sich. Außerdem wurden Rekorde gebrochen, Balljungen gecoacht und ein Keeper schaffte etws völlig Verrücktes. Checkt hier Seppos Beobachtungen vom zwölften Spieltag der Fußball-Bundesliga

Man sieht das ja immer wieder. Torhüter rennen bei einem Rückstand kurz vor Spielende wie verrückt nach vorne und versuchen ihre Vordermänner bei der Jagd nach dem Ausgleich zu unterstützen. Im Großteil der Fälle funktioniert das zwar nicht, aber versuchen kann man's ja trotzdem. Christian Wetklo vom FSV Mainz 05 wollte im Spiel gegen den Hamburger SV noch was reißen. Wetklo hat erst vor Kurzem einen Einsatz als Stürmer und war da sogar erfolgreich. Aber gegen den HSV traf er nicht. Dafür schaffte er wohl etwas einmaliges in der Bundesliga-Geschichte. Er stand als Torwart in der Position des rechten Außenstürmers im Abseits! Das gab's wahrscheinlich echt noch nie.

 

Nürnberg vs. Bayern

Dante ohne, Thomas Müller mit Mütze
Dante ohne, Thomas Müller mit Mütze

Schon vor der Partie des FC Bayern beim 1. FC Nürnberg fiel etwas besonders ins Auge. Fast die komplette Bayern-Mannschaft lief mit Mütze zum Aufwärmen, das weiße Modell mit den orangenen Streifen war ganz besonders beliebt. Außer bei einem. Dante zeigte Haar. Gibt es keine Mütze in seiner Größe? Liegts am Styling der Frisur? Oder ist er als Brasilianer einfach wesentlich kältere Temperaturen gewöhnt, als die anderen Bayern-Stars? Man weiß es nicht. Vielleicht hat Dante auch nur einfach keinen Bock auf Gruppenzwang.

Bastian Schweinsteiger hat keinen Spaß
Bastian Schweinsteiger hat keinen Spaß

Aufreger gab es bei diesem Spiel auch. Besonders nach dem Spiel waren die Bayern-Spieler noch sehr aufgeladen. Manuel Neuer fühlte sich von einem Reporter "verarscht", weil der meinte der Gegentreffer ginge auf die Kappe des Keepers. "Schauen sie sich doch mal die Flugkurve an", sagte Neuer noch. Und freute sich im Anschluss, dass "Reporter sowas immer so gut beurteilen können."

Bastian Schweinsteiger wurde weniger von den Reportern geärgert, als von den Nürnberger Spielern. "Nürnberg kann nicht anders als so, besonders in einem Derby. Wir haben auch Fouls gemacht, sie haben aber oft auf den Körper gezielt", sagte Schweini im Interview. Wir haben auch Fouls gemacht? Allerdings. Die Bayern foulten in dieser Partie 24 Mal, die Nürnberger… 12 Mal. Trotzdem. Schweinsteiger hat das Spiel "keinen Spaß gemacht." Und dann sagt auch noch Nürnberg-Keeper Raphael Schäfer: !"Auch gegen solche Mannschaften muss man als Millionentruppe die Mittel finden, das Spiel zu gewinnen, vor allem in Überzahl." Gemeine Nürnberger.

 

Kloppo coacht auch die Balljungen

Jürgen Klopp und die Balljungen
Jürgen Klopp und die Balljungen

Jürgen Klopp will immer unbedingt gewinnen. Und wenn es nicht so läuft wie er will und er die Gründe grade nicht bei seinen Jungs von Borussia Dortmund findet, muss über den Spielfeldrand hinaus geschaut werden. So zum Beispiel beim Spiel gegen Fürth. Da fühlte sich der BVB-Coach dazu berufen, die Balljungen im Dortmunder Stadion zu coachen. Die waren ihm nicht schnell genug, Klopp scheint auf eine Menge Balljungen-Erfahrung zurückzublicken, die er dann auch weitergeben wollte. Wer könnte noch gecoacht werden, wenn es das nächste Mal nicht läuft? Die Putzfrau? Die Ordner im Stadion? Oder…?

 

Immer wieder dieser Wiese…

Tim Wiese wäre gern woanders
Tim Wiese wäre gern woanders

Der arme Tim Wiese. Am neunten Spieltag stand er schon mal im Blickpunkt, jetzt setzte es mal wieder drei Gegentore für den Torwart von 1899 Hoffenheim. Der Keeper hat weiterhin eine Quote von 2,9 Gegentoren pro Spiel, musste schon 23 Mal hinter sich greifen. Gegen Wolfsburg sah er beim ersten Gegentreffer nicht so gut aus. Was aber in diesem Spiel extrem ärgerlich ist, ist dass Wolfsburg nur drei Schüsse auf das Tor von Wiese brachte. Und alle drei im Netzt zappelten. Er kann ja wirklich selten was dafür. Aber Spaß macht ihm das sicher auch nicht. Er könnte sich mit Schweini zusammentun und Frustballern. Schweini schießt, Wiese steht im Tor. Mit ein wenig Geschick geht's beiden danach besser.

Julian Schuster beim Torschuß
Julian Schuster beim Torschuß

A Propos Torschüsse. Der SC Freiburg schoss in Hannover 21 Mal aufs gegnerische Tor. Das ist eine stolze Zahl für ein Auswärtsspiel der Freiburger, das letzte Mal, dass sie so oft auf die Hütte kloppten war im Feburar 2001. Also vor über 11 Jahren. Dennoch machte der SCF nur zwei Tore, die reichen aber auch für den Auswärtssieg (1:2). Hannover verliert zum zweiten Mal in Folge zu Hause. Das ist ebenfalls ziemlich ungewöhnlich. In der gesamten letzten BL-Saison gab es zu Hause überhaupt keine Niederlage für die 96er.

Sonst gibt es noch zu erwähnen, dass Frankfurts Alex Meier mit neun Toren in zwölf Spielen so gut gestartet ist, wie bisher noch nie in seiner Profikarriere. Und dass Andrei Voronin nicht davon ausgeht, dass ihn Fortuna Düsseldorf entlassen könnte. Wäre nach einer Partynacht trotz Krankschreibung und dem Stinkefinger in Richtung Fotografen aber auch echt kleinlich. Die Vorbildfunktion leidet doch unter solchen Sachen ü-ber-haupt nicht. Oder?

Was hast du Verrücktes, Besonderes oder Spektakuläres gesehen? Schreib es in die Facebook-Box oder bei Seppo auf die Pinnwand!