Bundesliga: Seppos Spieltag Kurioses, Verrücktes, Bemerkenswertes zum siebten Spieltag der Bundesliga 2012/13

Der Bus von Arminia Bielefeld wurde kurzerhand zum VfL Wolfsburg-Bus umfunktioniert

Der siebte Spieltag der Bundesliga steht im Zeichen verrückter Spieleraussagen und Trainersprüche. Witzige, kuriose und skurrile Geschichten sind wieder passiert, dazu gehört ganz bestimmt auch Wolfsburgs Bus-Geschichte. BRAVO SPORT Seppo zeigt euch wieder, was er am Wochenende gehört und gesehen hat.

Der VfL Wolfsburg und die Bahn – da war doch schon mal was… 2007 und 2008 hatten die "Wölfe" Schwierigkeiten bei der Anreise nach Berlin. Beide Spiele konnten nicht gewonnen werden (1:2 und 2:2). Jetzt kam es richtig dick. Am Freitag, auf dem Weg zum Auswärtsspiel auf Schalke starteten die Wolfsburger schon mit einer Stunde Verspäteung, weil ihr ICE Probleme hatte. In Bielefeld (ca. 200 Km von Wolfsburg) stand dann laut Zug-Durchsage ein "Halt mit unbefristeter Dauer" an. Was tun? Mal schnell bei Arminia Bielefeld (3. Liga) anrufen, ob die nicht 'nen freien Bus hätten. Und: Glück gehabt. Bus und Busfahrer waren frei, die "Wölfe" fuhren die restlichen 140 Km im geliehenen Bus. Im Spiel gab's dann ein sattes 0:3 mit unterirdischer Leistung – oder doch eher drittligareifer Leistung? Hat der Bus abgefärbt?

Felix Magath ist etwas angefressen
Felix Magath ist etwas angefressen

Ach ja, die Wolfsburger. Was dort auf dem Platz passiert ist ein Hin und Her, nix Halbes und nix Ganzes, da weiß sogar Trainer Felix Magath nicht mehr wo ihm der Kopf steht. Am Donnerstag sagte er dem "kicker" noch, er mache sich keine Sorgen. Dann kam das Spiel in Schalke, wo er übrigens permanent verspotter wurde, und danach sagt Magath: "Natürlich mache ich mir Sorgen. Die habe ich mir vor dem Spiel gemacht und mache sie mir auch nach dem Spiel." Also immer, außer wenn er danach gefragt wird?

 

Video: Bruno Labbadias Pressekonferenz

Einen schönen Auftritt hatte auch Bruno Labbadia, der Coach des VfB Stuttgart. Nach dem 2:2 gegen Bayer Leverusen platzte ihm in der Pressekonferenz der Kragen. Grund: Pfiffe gegen den Trainer, als der Youngster Rafael Holzhauser vom Platz nahm. "Die Trainer sind nicht die Mülleimer von allen", sagt Labbadia. Und legt noch mit ausgewählt schöner Sprache nach: "Als normaler Bundesliga-Trainer muss man sich die Frage stellen: Gehe ich einen schweren Weg mit? Oder sage ich: Am Ar*** geleckt!"Gesagt hat er es. Könnt ihr euch auch hier im Video anschauen.

 

Weitere schöne Zitate von BL-Spielern

Der Beweis: Schaaf redet mit de Bruyne
Der Beweis: Schaaf redet mit de Bruyne

Richtig (un-)wohl fühlt sich Kevin de Bruyne beim SV Werder Bremen. In einem Interview mit einer belgischen Zeitung scheint er vor allem an seiner neuen Umgebung so richtig Gefallen gefunden zu haben. "Die Deutschen sind steifer. Ihre Mentalität liegt mir nicht. Wenn Werder eine Familie ist, gilt das nur für die Menschen von hier", sagt er da. Und er hat auch so richtig Lust darauf, noch länger in Deutschland zu spielen: "Ich hatte zunächst Deutsch-Unterricht, aber ich habe abgelehnt. Ehrlich gesagt, möchte ich später nicht in Deutschland leben!" Und um das Ganze abzurunden, hat er auch ein richtig gutes Verhältnis zu seinem Coach:"Der Trainer ist ganz okay, aber wir sprechen nicht. Ganz einfach: Er ist noch nie zu mir gekommen und ich auch nicht zu ihm." Das Bild zeigt: Das eine oder andere Wort haben die zwei wohl doch schon mal gewechselt.

Auch eine Art über den Coach zu sprechen: "Fußball ist eine verschissene Politik. Ich hasse es. Verdammter Trainer." So getwittert von Robert Mak vom 1. FC Nürnberg. Dumm dabei: Dieses komische Internet ist für alle einsehbar. Danach kam "ich war's nicht"-Gejammer und trotzdem Entschuldigungen. Kleiner Tipp: Besser noch mal durchlesen, bevor man auf "senden" drückt.

 

Was gibt's an Statistik?

Daniel Williams (l.) und Toni Kroos
Daniel Williams (l.) und Toni Kroos

Die Einstellung des BL-Startrekord der Bayern gab's. Franck Ribéry reicht das aber noch nicht. Gegenüber der "Bild" sagt der beste Mann des Spiels gegen Hoffenheim: "Wir können auch ungeschlagen Meister werden." Dann mal los. Sind ja nur noch 27 Spiele.

Zu Hoffenheim gibt's auch noch eine schöne Zahl. Der Herr links auf dem Bild, der da grade an Toni Kroos rumzupft ist Daniel Williams. Der hat den Startrekord dieser BL-Saison für eine Gelbsperre aufgestellt. In seinem sechsten Spiel dieser Spielzeit bekommt er seine fünfte Gelbe. Bei seinem ersten Einsatz wurde er nur eingewechselt, das heißt er hat bisher in jedem seiner Spiele in der Startelf den gelben Karton gesehen. In fünf Spielen am Stück. Auch 'ne Serie.

Gerald Asamoah findet das Tor nicht
Gerald Asamoah findet das Tor nicht

Und noch 'ne Serie: Greuther Fürth schießt auch im vierten Heimspiel in dieser Saison kein Tor. Das ist Bundesliga-Rekord. Wenn auch ein trauriger. Gerald Asamoah scheitert hier dabei den Ball auf's Tor zu bringen. HSV-Keeper René Adler musste im gesamten Spiel zwei Torschüsse parieren – von insgesamt 13 Schüssen, die Fürth in Richtung des Tors abließ. So wird das auch im nächsten Heimspiel nix…

Rafael van der Vaart beim Fallrückzieher
Rafael van der Vaart beim Fallrückzieher

Ein weiterer Protagonist des Spiels in Fürth war am Abend bei "Wetten dass…?" zu Gast. Rafael van der Vaart war Wettpate der Siegerwette, einem Slackliner der per Fallrückzieher auf der Line Tore machen wollte. Die Wette verlor er – und der HSV verlor an dem Abend auch beinahe seinen Spielmacher. Van der Vaart demonstrierte nämlich auch noch seine Fallrückzieher-Kunst und knallte danach schön auf seine Hüfte. Offenbar genau dort, wo der Sender seines Mikros steckte, was ihm durchaus Schmerzen bereitete. Zum Glück ist "Rafa" etwas robuster, als zum Beispiel sein Landsmann Arjen Robben. Der wäre nach dieser Aktion sicher drei Monate ausgefallen.

Was hast du Verrücktes, Besonderes oder Spektakuläres gesehen? Schreib es in die Facebook-Box oder bei Seppo auf die Pinnwand!