Bundesliga: Seppos Spieltag Kurioses, Verrücktes, Bemerkenswertes zum neunten Spieltag der Bundesliga 2012/13

Tim Wiese bleibt seiner Serie treu und kassiert weiter kräftig Gegentore

Tim Wiese ist die Schießbude der Liga und hat trotzdem eine Angebot von Real Madrid vorliegen, Bayer Leverkusen tanzt, Georg Niedermeier zeigt sich zahnlos und Jürgen Klopp hätte am Samstag zu Hause bleiben müssen. Verrückte Dinge vom neunten BL-Spieltag.

Tim Wiese ist der Pechvogel der Liga. Oder eher der Seuchenvogel? Gegen Mainz 05 fing der Keeper der TSG Hoffenheim mal wieder drei Buden. Naja, was heißt mal wieder. Zuletzt gab es nur ein Mal drei Buden gegen Wiese. Dafür aber fünf gegen Freiburg und vier gegen Frankfurt. In dieser Saison bekam Wiese inklusive DFB-Pokal nur in einem Spiel weniger als drei Gegentore (gegen Gladbach am ersten Spieltag), insgesamt schon 17 Stück in der Liga (von 20 der TSG). Wer jetzt aber glaubt, Wiese würde dafür Haue bekommen täuscht sich.

Hoffenheims Markus Babbel
Hoffenheims Markus Babbel

Heute meldet die spanische "Mundo Deportivo", dass Real Madrid-Coach José Mourinho sein Interesse an Wiese erneut bekräftigt hat. Also: Weiter so, Tim! Dann winkt bald ein Vertrag beim spanischen Meister. Real hat in neun Spielen erst sieben Gegentore bekommen. Das muss sich dringend ändern!

Aber die Niederlage von Hoffenheim nur an Tim Wiese festzumachen, wäre zu hart. Die ganze Mannschaft war nicht auf der Höhe. Beziehungsweise hat "bei Mainz eine Männer-Mannschaft gespielt", wie 1899-Trainer Markus Babbel nach dem Spiel feststellte. Stellt sich für mich die Frage, mit was die TSG auflief? Auf jeden Fall war's unfair. Eine Männer-Mannschaft in der Bundesliga – das gehört verboten ;-)

BVB-Coach Klopp
BVB-Coach Klopp

Verboten gehört auch Schnee in Bundesliga-Stadien. So ein Wetter wie in Freiburg fördert nicht gerade die Fußball-Kultur. Borussia Dortmund hatte die richtigen Mittel parat und agierte in der zweiten Halbzeit mit langen Bällen. Eine sehr ungewohnte Taktik für die sonst so ballgewandten Dortmunder. Aber erfolgreich.

Dabei hatte der BVB Glück, dass die Spieler überhaupt auf dem Platz standen. Wenn es nach Jürgen Klopps Mama gegnagen wäre, hätten die Dortmunder nämlich schön zu Hause Kakao getrunken. "Früher durften wir bei so einem Wetter nicht raus zum Kicken, weil die Mutter es nicht erlaubt hat", sagte Klopp. Hoffentlich bekommen seine Jungs jetzt nicht Hausarrest von ihren Müttern. Sonst wird das Personal für das Pokalspiel am Dienstag Abend knapp.

Georg Niedermeier ohne Zahn
Georg Niedermeier ohne Zahn

Beim Spiel VfB Stuttgart gegen Eintracht Frankfurt prallte VfB-Verteidiger Georg Niedermeier mit Frankfurts Alex Meier zusammen. An sich nichts Besonderes, wäre Niedermeier nicht so unglücklich getroffen worden, dass er einen Schneidezahn verlor. Wie man auf dem Bild sieht, scheint sich Niedermeier aber mehr für das Spielgeschehen, als die Untersuchung zu kümmern. Und er spielte nach dem Zahnverlust auch noch 60 Minuten weiter. Das qualifiziert ihn für den Titel Harter Hund des Tages!

Fürths Edu jubelt
Fürths Edu jubelt

Torschütze des Tages ist ganz eindeutig Edu von der Spvgg. Greuther Fürth. Warum? Der Angreifer ist der erste Heimtorschütze der Fürther in der Bundesliga. Ein historischer Treffer also, auch wenn es nur zum 1:1 gegen Bremen reichte. Auf den ersten Heimsieg muss Fürth also weiter warten. Aber ein erster Schritt in die richtige Richtung ist gemacht.

Einen großen Schritt in eine ganz andere Richtung als bisher machte der VfL Wolfsburg. Mit dem 4:1 in Düsseldorf ballerten sich die "Wölfe" den Frust von der Seele. Bemerkenswert: In einem Spiel machte der VfL also doppelt so viele Buden, wie in den acht Spielen davor. Oder anders ausgedrückt – Spieltag 1-8: 360 Minuten pro Tor, Spieltag 9: 22,5 Minuten pro Tor.

Was gab's sonst noch? Bayer Leverkusen macht die Allianz-Arena zur Disco. "Wir haben direkt die Musik angemacht. Ein bisschen House, ein bisschen Hiphop und dazu haben wir getanzt", sagte André Schürrle zu den Feierlichkeiten. Die Bayern sind wohl eher schnell abgetanzt.

Und noch ein Blick nach Schottland. In der zweiten schottischen Liga musste ein Zuschauer als Schiri-Assistent einspringen. Der Schiri der Partie war mit einem Spieler zusammengeprallt, sein Assistent übernahm die Pfeife und desen Platz nahm Zuschauer Jock Campbell ein. Von wegen entspannt Fußball schauen…

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