Bundesliga: Seppos Spieltag Kurioses, Verrücktes, Bemerkenswertes zum dritten Spieltag der Bundesliga 2012/13

Autsch! Tim Hoogland tritt Andrey Voronin so, dass es beiden wehtut …

Der dritte Spieltag der Bundesliga hat neben hochklassigen Begegnungen und spektakulären Szenen auch ein paar witzige, kuriose und skurrile Dinge gebracht. Weil Seppo gerade seinen wohlverdienten Urlaub genießt, haben BRAVO SPORT-Reporter Tim und BRAVO Sport René am Wochenende die Augen für euch aufgehalten.

Zwei DER Aufreger des 3. Spieltags spielten sich ausgerechnet in einem Spiel ab, in dem fußballerisch gar nichts los war. Beim Heimspiel seiner Stuttgarter ging Neuzugang Tim Hoogland (27) etwas ungestüm in einen Zweikampf mit Düsseldorfs Andrey Voronin (33). Kurz gesagt: Hoogland tritt dem Ukrainer voll in den Bauch, beide gehen zu Boden. Und jetzt ratet mal, welcher der zwei danach ausgewechselt werden musste … Genau, Übeltäter Hoogland! Der hat sich bei der Aktion einen doppelten Bänderriss zugezogen. Voronin spielte ohne weiteres weiter. Zweites "Highlight": Fortuna-Keeper Fabian Giefer musste nach einem Crash mit Martin Harnik mit einem Gaumenriss ausgewechselt werden. Krass: Obwohl es in seinem Mund aussehe "wie in einem Krater", kündigte der 22-Jährige an: "Samstag gegen Freiburg stehe ich im Tor." Harte Jungs – am lahmen 0:0-Endstand konnten aber weder Voronin, noch Giefer was ändern.

Huszti knipst per Seitfallzieher …
Huszti knipst per Seitfallzieher …

… reißt er sich das Trikot vom Leib …
… reißt er sich das Trikot vom Leib …

… und erklimmt die Absperrung!
… und erklimmt die Absperrung!

Ein torloses Spiel? Daran ist bei Szabolcs Huszti (29) momentan überhaupt nicht zu denken. Der Ungar war in den letzten beiden Spielen der 96er an JEDEM der sieben Tore der Roten beteiligt. Im Nordderby vs. Bremen (3:2) zirkelte er erst einen 21-Meter Freistoß rein, dann entschied er das enge Spiel auf den letzten Drücker mit einem traumhaften Seitfallzieher-Tor – zwei Aktionen, die Hannovers Nummer 10 einen Platz in unserem Spieltag-Rückblick sichern. Der absolute Hammer kam dann aber noch … Total aus dem Häuschen über seinen Sahne-Tag zog Huszti sich das Trikot aus und kletterte zum Jubeln auf den Zaun zu den Fans. Dummerweise zwei Aktionen, für die es die Gelbe Karte gibt. Und so schickte Schiri Deniz Aytekin ihn tatsächlich mit Gelb-Rot runter! Auch wenn die Entscheidung vom Unparteiischen Aytekin während und nach der Partie heftig kritisiert wurde – hier hat er genau nach Regelbuch gehandelt! Jubel-Sünder Huszti nach dem Spiel: "Das Ganze war ein bisschen doof von mir. Aber ich wusste das nicht." Am Ende konnte der tragische Held dann aber doch drüber lachen: "Ich habe immerhin ein neues Wort gelernt: Zaun."

Gerührt: Fürth-Kicker "Asa" wurde von den Schalker Fans gefeiert.
Gerührt: Fürth-Kicker "Asa" wurde von den Schalker Fans gefeiert.

Ganz regulär gefeiert wurde in der Trolli ARENA von Aufsteiger Greuther Fürth. Vor 18.000 Zuschauern waren es allerdings nicht die Fans der Kleeblätter, sondern die blauweißen Anhänger, die für ganz besondere Momente sorgten. Die Knappen feierten nicht nur ihr Team, das die Hausherren souverän mit 2:0 schlug, sondern auch Fürth-Coach Mike Büskens und Gerald Asamoah (33), sein Stürmer! Hintergrund ist die Schalke-Vergangenheit der beiden. Büskens gehörte 1997 zu den Eurofightern, die den UEFA-Cup holten, mit Asamoah zusammen gewann er 2001 den DFB-Pokal. Beide waren zwar stolz, die offenen Arme der Schalker waren ihnen aber auch ein bisschen unangenehm. Büskens: "Es ist schön, dass die Leute einen nicht vergessen haben. Aber noch einmal: Ich bin Trainer von Fürth und habe verloren. Da stelle ich mich nicht hin und lasse mich feiern." Trotzdem Respekt an die S04-Fans – das war nicht selbstverständlich!

Henry Kissinger (r.)
Henry Kissinger (r.)

Bleiben wir gleich in der Trolli ARENA, der Heimat der SpVgg Greuther Fürth. Dort gab es am Samstag hohen Besuch. Die Kleeblätter empfingen nicht nur die Schalker Superstars auf dem Rasen, sondern auch ein echtes Schwergewicht der internationale Politik auf den Rängen in Fürth Henry Kissinger. Der ehemalige US-Außenminister ist nicht nur Ehrenbürger der Stadt, sondern seit Jahrzehnten eingefleischter Fan der Spielvereinigung! Und er hat vor Ewigkeiten versprochen: Wenn Fürth in die Bundesliga einzieht, dann kommt er ein Spiel gucken. Sein Wort hat er gehalten, musste aber zusammen mit dem Fürther Präsident Helmut Hack (links im Bild) zusehen, wie Fürth sang- und klanglos unterging.

Marco Reus und Kevin Großkreutz hatten am Samstag Jubiläum! 100 Bundesliga-Spiele!
Marco Reus und Kevin Großkreutz hatten am Samstag Jubiläum! 100 Bundesliga-Spiele!

Kevin Großkreutz und Marco Reus haben viel gemeinsam: Nicht nur, dass beide in Dortmund geboren sind und über Rot Weiss Ahlen zur Bosrussia zurückkehrten – am Samstag haben beide auch noch ihren 100. Einsatz in der Bundesliga absolviert! Kevin Großkreutz hat davon alle für [tag:dortmund]Borussia Dortmund[/tag] bestritten – Marco Reus nur die drei dieser Spielzeit. In den restlichen 97 Pflichtspielen stand er für die andere Borussia aus Mönchengladbach auf dem Platz!