Bundesliga: Seppos Spieltag Kurioses, Verrücktes, Bemerkenswertes zum 21. Spieltag der Bundesliga 2012/13

Adam Szalai jubelt über sein 12. Saisontor

Am Karnevals-Spieltag der Bundesliga ging's ordentlich rund. Klatschen für Dortmund und Schalke, spektakuläre Tore und einige verrückte und kuriose Situationen. Außerdem gibt's heute ein paar interessante Zahlen rund um den 21. Spieltag.

Rafael van der Vaart sorgt für eine Menge Wirbel nach dem 21. Spieltag. Aber auch in anderen Partien sind bemerkenswerte Dinge passiert. So zum Beispiel beim Aufeinandertreffen zwischen dem FC Augsburg und dem FSV Mainz 05. Los geht's mit Adam Szalai. Der hat mit seinem Tor nämlich einen Bundesliga-Rekord aufgestellt. Mit 12 Toren in einer Saison ist er der bisher erfolgreichste Ungar der Bundesliga-Geschichte. Respekt!

Shawn Parker hebt das Bein
Shawn Parker hebt das Bein

Mit einer anderen, etwas verrückteren Zahl kann Szalais Teamkollege Shawn Parker aufwarten. Der Stürmer bekam in dieser Saison bereits den zweiten Platzverweis. In 335 Bundesliga-Minuten bekam er also schon zwei mal den roten Karton vor die Nase gehalten. Nach dem flinken 3-Minuten-Gelb-Rot gegen Freiburg gab's jetzt glatt rot. Auch wenn es eine Fehltentscheidung war, wenn Parker so weitermacht, kann man auf den nächsten Platzverweis in zwei Spielen warten. Zwei Spiele nach seiner Sperre natürlich.

Gegner FC Augsburg hat gut lachen. Das 1:1 gegen Mainz bedeutet nämlich, dass der Abstiegskandidat in der Rückrunde noch ungeschlagen ist. 7 Punkte in 4 Spielen – in der gesamten Hinrunde waren es 8 Punkte. So kanns weitergehen für den FCA. Es gibt übrigens noch ein ungeschlagenes Team in der Rückrunde. Klar, wer FCA sagt der muss auch FCB sagen.

Schweini trifft
Schweini trifft

Die Bayern und ihre Zahlen. Da weiß man fast gar nicht, welche am besten sind. Bastian Schweinsteiger hat jetzt schon seinen persönlichen Saison-Torrekord eingestellt. Und dazu noch das erste direkte Freistoßtor seiner Bundesligakarriere erzielt. Und was für ein herrliches. Warum schießt der nicht öfter? Genauso wie David Alaba immer Elfmeter schießen sollte. Dann klappt's vielleicht auch häufiger mit einem Doppelpack. Gegen Schalke schnürte Alaba seinen ersten in der Bundesliga. Und auch er hat mit jetzt drei Treffern seinen Saison-Rekord eingestellt.

Dazu kommt, dass der FC Bayern mit 54 Punkten so viele hat, wie noch nie ein Team zu diesem Zeitpunkt der Saison. Diesen Satz werde ich wahrscheinlich von jetzt an jede Woche schreiben können und nur die Punkte verändern. Was schon mal klar ist: Bayern hat jetzt so viele Punkte, wie Bayer Leverkusen am Ende der letzten Saison. Da wurde Bayer fünfter. Europa League hat der FCB also schon in der Tasche. Übernächste Woche kann dann schon der CL-Quali-Platz klar gemacht werden. Mönchengladbach hatte letztes Jahr als Vierter 60 Punkte.

Gerald Asamoah
Gerald Asamoah

Ach ja, zu den beiden Teams gibt's auch noch ne Statistik: Leverkusen ist seit 24 Jahren in Mönchengladbach ungeschlagen – die längste Auswärtsserie der Bundesliga. Eine Serie der anderen Art stellt Greuther Fürth im Moment auf. Auch im 11. Heimspiel in dieser Folge gelang kein Sieg.

Dazu kam noch ein größerer Schock, als Stürmer Gerald Asamoah in der Kabine zusammenbrach. "Asa" hat einen allergischen Schock erlitten. Er ist allergisch gegen Nüsse, Sojamilch und Säure. Vor dem Spiel hatte er wohl einen Kuchen mit Nüssen gegessen. "Zukünftig werde ich sicher nie wieder Nusskuchen essen", sagt Asamoah zu "Bild.de". Das halte ich für eine sehr gute Idee. Und ich frage mich, warum er nicht schon früher darauf kam.

Wie hab ich das geschafft?
Wie hab ich das geschafft?

Eigentlich hat Mehmet Ekici mit seinem ersten Doppelpack in der BL auch nix anderes gemacht, als David Alaba. Trotzdem bekommt er hier ein Bild. Und zwar einfach nur deswegen, weil er sich so lustig über seine Bude freut. Beziehungsweise offenbar selbst überrascht ist, dass er sowas kann. Wenn man sich den Bremer so anschaut, hat man den Eindruck er wüsste nicht so genau, wie er das eben geschafft hat.

Heurelho Gomes macht den Wiese
Heurelho Gomes macht den Wiese

Und noch einer, der nicht so genau weiß, was er da tut. So sieht es zumindest aus, wenn man Heurelho Gomes von der TSG Hoffenheim durch den Strafraum segeln sieht. Der Neuzugang fliegt an allem vorbei, was da so im Sechzehner passiert, kassiert das Gegentor und Hoffenheim verliert 1:0. Der Unterschied zu Tim Wiese? Der hätte wahrscheinlich noch zwei Buden mehr gefangen. Ansonsten hat sich Gomes in Hoffenheim wohl schon so gut eingelebt, dass er sogar die Keeper-Verhaltensweisen übernommen hat. Wie sieht's eigentlich mit Coen Kasteels aus? Der war doch ganz gut. Oder vielleicht versucht's die TSG mal mit dem vierten Torhüter Jens Grahl. Der hat bisher immerhin noch nie gepatzt. Hoffenheim hat jetzt 13 Saisonniederlagen, Hertha BSC ist letzte Saison mit 17 auf dem Relegationsplatz gelandet. Aufgepasst TSG!