Breno bald Freigänger

Breno (l.) mit seinem Anwalt auf dem Weg zu einem Gerichtstermin.

Der wegen schwerer Brandstiftung verurteile Ex-Bayern-Profi Breno darf auf Lockerung seiner Haftumstände hoffen. Schon bald könnte er als Freigänger einen Trainer-Job bei seinem ehemaligen Klub bekommen.

Breno war vergangenen Sommer vom Landgericht München zu einer Haftstrafe von 3 Jahren und 9 Monaten verurteilt worden. Der 22-Jährige soll seine millionenteure Villa im Münchener Nobelviertel Grunewald angezündet haben.

Jetzt, gut ein Jahr nach seinem Haftantritt, überlegt die Justiz offenbar, Brenos Strafe zu lockern. Der Brasilianer soll sich als sogenannter Freigänger tagsüber frei in der Gesellschaft bewegen dürfen und nur nachts in die Justizvollzugsanstalt Stadelheim zurükkehren müssen.

Mit etwas Glück könnte der brasilianische Innenverteidiger so auch in der zweiten Mannschaft des deutschen Rekordmeisters wieder Fuß fassen. Denn: Breno nutzt im Gefängnis alle nur erdenklichen Möglichkeiten, um im Training zu bleiben und sei so fit, wie er für einen Gefängnis-Insassen nur fit sein könne, heißt es auch Justizkreisen. Wahrscheinlicher ist aber, dass Breno einem Job als als Co-Trainer im Jugendbereich des Bayern-Kaders bekommen könnte. So oder so – für den Ex-Profi ein wichtiger Schritt sich wieder in der Gesellschaft einzufinden.

Denn: Vor seiner Haftstrafe soll Breno privat kaum Kontakt zu seinen Mitspielern oder anderen Freunde gehabt haben und meist zu hause gewesen sein, wenn er nicht auf dem Platz gestanden habe. Zudem hatte er mit Knieproblemen zu kämpfen und wegen einer Operation eine lange Ausfallzeit hinter sich gebracht. Einen Tag, nachdem der damals 21-Jähige die Nachricht erhalten hat, dass er eventuell noch einmal unter's Messer muss, ging seinen Nobelvilla in Flammen auf!