Bayern 1:1 gegen Freiburg

Der FC Bayern um Toni Kross hat beim SC Freiburg die ersten Punkte liegengelassen.

Der FC Bayern München hat beim SC Freiburg die ersten Punkte liegengelassen. Mit sieben Änderungen in der Startelf spielt der FCB gegen teilweise starke Freiburger nur unentschieden. Trainer Pep Guardiola ist dennoch zufrieden stolz auf seine Spieler.

Das Spiel begann so gar nicht gewohnt für die Bayern und ihre Anhänger. Der SC Freiburg hatte in den ersten Minuten mehr vom Spiel, war aggressiver und hatte die erste Großchance. Manuel Neuer musste bei einem scharfen, leicht flatternden Ball von Oliver Sorg schon in der 12. Minute sein Können zeigen um die Kugel vom eigenen Tor fernzuhalten. Im Anschluß versuchten sich Xherdan Shaqiri und Toni Kroos mit Distanzschüssen, um das Chancenverhältnis wieder grade zu rücken. Danach war aber auch erstmal Schluss mit Torszenen. Die Bayern spielten mit Mario Götze, Diego Contento, Rafinha, Daniel van Buyten, Xherdan Shaqiri und Claudio Pizarro in der Startformation. Das brachte es mit sich, dass die Abläufe nicht eingespielt waren, die übliche Ballzirkulation wollten nicht so richtig funktionieren. Das 1:0 der Bayern fiel dann auch etwas überraschend, wenn auch nicht unverdient. Rafinha hatte bei einem Ball von Freiburgs Keeper Oliver Baumann aufgepasst, eroberte den Ball und gab ihn weiter auf Thomas Müller. Der flankte auf Shaqiri, der keine Probleme hatte den Ball zu versenken. In der zweiten Halbzeit funktionierte das Passspiel des FCB dann. Die Bayern ließen die Kugel kreisen, Freiburg lief hinterher und hatte wenig vom Spiel. Die wenigen Szenen waren dafür umso gefährlicher. Charles-Elie Lapremotte traf bei seinem Bundesliga-Debüt den Außenpfosten (60.). Auf der anderen Seite rettete Baumann grandios gegen Kroos und Müller (74.). Bastian Schweinsteiger verletzte sich in der 79. Minute am Sprunggelenk und musste ausgewechselt werden. Danach sah alles so aus, als ob die Bayern den Sieg über die Zeit bringen. Der SC Freiburg mobilisierte aber noch einmal die letzten Kräfte. Der eingewechselte Mike Hanke bediente in der 86. Minute Nicolas Höfler. Der drosch die Pille unhaltbar für Neuer ins Tor der Bayern, erzielte sein allererstes Bundesliga-Tor und den 1:1-Endstand.

Die Bayern lassen also nach drei Siegen die ersten Punkte liegen. Trainer Pep Guardiola war trotzdem sehr zufrieden mit seiner Mannschaft: "Wir haben gut gespielt, sehr gut. Ich bin sehr, sehr stolz auf meine Spieler", sagte er nach der Partie. Die Ausrede, er hätte mit vielen Wechseln das Spiel gefährdet, ließ er nicht gelten. Auch Kapitän Philipp Lahm sah andere Probleme als die Aufstellung: "Wir haben genug Chancen zum 2:0 gehabt", trauert er den augelassenen Gelegenheiten hinterher. Darin sah auch Freiburgs Trainer Christian Streich den Knackpunkt: "Wäre das 0:2 gekommen, hätten wir mit Sicherheit verloren." So feierte der SCF das Unentschieden wie einen Sieg. Torschütze Nicolas Höfler kam aus dem Grinsen gar nicht mehr heraus. "Von so etwas träumt man als Spieler", sagte der 23-Jährige.

Während Freiburg nun bis zum 13. September Pause hat, spielen die Bayern am Freitag im UEFA-Supercup gegen den FC Chelsea.