Barca: Kroos als Xavi-Nachfolger

Real und United hatten bisher keinen Erfolg bei Toni Kroos. Jetzt probiert es Barca.

Wechselt er oder wechselt er nicht? Das Tauziehen um Bayerns Toni Kroos zieht sich mittlerweile schon über Monate hin. Nachdem bisher scheinbar weder Manchester United, noch Real Madrid Erfolg im Wettbieten um den Nationalspieler hatten, tritt nur der FC Barcelona auf den Plan. Der Klub will Kroos mit einer absoluten Traumposition locken.

Nach der ersten titellosen Saison seit sechs Jahren wird beim FC Barcelona das komplette Team umgekrempelt. Der dafür verantwortliche neue Mann an der Seitenlinie ist mit Luis Enrique bereits da. Jetzt geht es darum, die Wunschtransfers des Trainers zu realisieren, um national und international wieder angreifen zu können. Eine der Schlüsselpositionen ist die Mittelfeldzentrale, in der Altstar Xavi spätestens nach dem überraschenden WM-Vorrundenaus mit Spanien nicht mehr eingeplant wird. Der 34-Jährige steht wohl vor einem Wechsel nach Katar, seinen Nachfolger hat Barca jetzt mit Toni Kroos ins Auge gefasst.

Die Personalie Kroos ist seit Monaten ein Rätsel – sowohl in München, als auch international. Ein verbessertes Vertragsangebot des FC Bayern hat Kroos nicht unterschrieben und auch die Angebote von Manchester United und Real Madrid, sofern es sie denn gab, haben Kroos wohl noch keine Unterschrift entlockt. Der Bayern-Star selbst äußerte sich bisher nicht zu seinen Zukunftsplänen. Möglichkeit 1: Er will durch das Interesse anderer Klubs und eine mögliche starke WM, den FCB in Zugzwang bringen, das bestehende Angebot finanfziell aufzubessern. Möglichkeit 2: Kroos will wechseln, hat aber bisher kein Angebot vorliegen, dass seinen Vorstellungen entspricht.

 

Xavis Nachfolger – die perfekte Rolle

Ändern könnte das jetzt Barca. Die Katalanen, bisher eher für ihr Werben um die Deutschen Stars Marco Reus, Mats Hummels, Thomas Müller und Ilkay Gündogan bekannt, wollen Kroos holen. Und zwar soll er neben den fianziellen Aussichten auch mit starken sportlichen gelockt werden. Barca will Kroos als Kronprinzen holen, als Nachgolger des Mittelfeldkönigs der letzten Jahre, Xavi. Und genauf das könnte ein entscheidendes Detail beim Barca-Plan sein, denn wenn Kroos sich über seinen Berater zum neuen Vertragsangebot des FC Bayern bisher zu Wort meldete, war immer von "fehlender Wertschätzung" die Rede.

Damit ist zum einen sicherlich das Gehaltsangebot gemeint, zum anderen aber bestimmt auch sein (gefühlter) Stellenwert in Mannschaft und Verein. Barca könnte Kroos' Wunsch nach Stellenwert locker erfüllen, wenn er als "gesetzer" Neuzugang unter Vertrag genommen würde, und nicht als der berühmte "Perspektivspieler", als "einer von vielen". Im Gegensatz zur Konkurrenz scheint Barca mit seinem Plan realistische Chancen auf eine Kroos Verpflichtung zu haben. Ein weiteres Top-Argument: Mit Marc-André ter Stegen ist ein weiterer junger, deutscher bei Barca am Start und auch in Sachen "Königstransfer" arbeitet der Klub mit Hochdruck an der Verpflichtung von Liverpools Luis Suarez. Rundum: Die Perspektive bei Barca stimmt für Kroos! Und sein Berater Volker Struth sagt bisher nur: "Kein Kommentar dazu." Das hat man schon oft gehört...