Ballon d'Or: Löw enthält sich Weltfußballer-Wahl

Jogi Löw enthält sich seiner Stimme bei der Wahl zum Weltfußballer.

Da sich unter den letzten 23 Spielern zur Weltfußballer-Wahl fünf deutsche Nationalspieler befinden, sieht sich der Bundestrainer nicht in der Lage, objektiv abzustimmen. Denn egal, wie er wählen würde, er würde auch immer gegen seine Spieler stimmen. Deshalb enthält sich Jogi Löw.

Bundestrainer Joachim Löw wird keine Stimme bei der Weltfußballer-Wahl abgeben. Das bestätigte DFB-Pressesprecher Jens Grittner: "Er sieht sich nicht in der Lage, objektiv und unparteiisch abzustimmen. Daher hat er entschieden, sich der Wahl zu enthalten. " Dies habe der DFB auch der FIFA mitgeteilt.

Grund für die Stimmenthaltung ist, dass unter den 23 zu wählenden Spielern fünf deutsche Nationalspieler sind und Löw keinen abstufen möchte. Grittner erläutert: "Einerseits ist es natürlich eine große Auszeichnung für den deutschen Fußball, wenn gleich fünf deutsche Spieler zur Wahl des Weltfußballers stehen. Da die Fifa aber die Wahl der Jury-Mitglieder öffentlich macht, bringt es den Bundestrainer in eine Art Zwickmühle."

Philipp Lahm, Bastian Schweinsteiger, Manuel Neuer, Thomas Müller und Mesut Özil stehen auf der sogenannten "Shortlist" der FIFA. Doch keinem dieser Kandidaten werden Chancen auf den Ballon d'Or eingeräumt. Dadurch das Cristiano Ronaldo neben einer grandiosen Saison auch noch sein Heimatland zur WM geschossen hat, sehen viele Experten den Portugiesen als Favoriten vor Franck Ribery. Dieses Ranking kritisiert Bayern-Präsident Uli Hoeneß: "Hier soll doch ein ganzes Jahr beurteilt werden und nicht ein Spiel.

 

Lahm wählt Ribery

Mittlerweile ist die Wahl abgeschlossen. Nationalelf-Kapitän Philipp Lahm wählte seinen Bayern-Kollegen Franck Ribéry, dahinter Ronaldo und Messi. Am nächsten Montag werden die drei Stars mit den meisten Stimmen bekanntgegeben. Am 13. Januar wird dann der Sieger gekürt.