Bale: Hat Real zu wenig Geld? Madrid Gareth Bale?

Was passiert nun mit Gareth Bale? Hat Real Madrid nicht genug Kohle?

Tottenhams Präsident Daniel Levy hat weitere Gespräche über einen Transfer von Gareth Bale erstmal abgesagt. Er zweifelt an Real Madrids Finanzen und ist außerdem mit den Bewertungen von Angel di Maria, Fabio Coentrao und Alvaro Morata nicht einverstanden. Der Deal könnte doch noch platzen.

Die Gespräche über einen Wechsel von Gareth Bale zu Real Madrid sind ins Stocken geraten. Nachdem sich die Bosse von Real und Tottenham Hotspur bereits zu ersten Verhandlungen getroffen haben, hat "Spurs"-Boss Daniel Levy weitere Gespräche vorerst abgesagt. Grund dafür ist, dass er sich nicht sicher ist, wie ernsthaft Florentino Perez daran interessiert ist, Bale nach Madrid zu holen. Und zusätzlich ist er sich noch weniger sicher, ob Real Bale überhaupt bezahlen kann. In den ersten Verhandlungen wurde über die Ablösesumme (zwischen 100 und 120 Millionen Euro) und möglicherweise in den Deal involvierte Spieler von Real gesprochen. Angel di Maria, Fabio Coentrão und Alvaro Morata werden gehandelt. Allerdings liegen die beiden Klubs in der Bewertung der Stars weit auseinander. Levy ist der Meinung, dass Perez die Spieler weit über Marktwert handelt um die tatsächlich zu bezahlende Summe zu drücken. Zudem ist Levy nicht mit einer gestückelten Zahlung über 6 Jahre einverstanden, wie sie Real vorschwebt. Die Aussagen von Perez, der in einem Interview sagte: "100 Millionen sind meiner Meinung nach eine ganz schöne Menge Geld", verstärken diesen Eindruck noch.

Tottenhams Strategie für die Verhandlungen ist mittlerweile ziemlich klar und auch gut nachvollziehbar. Die "Spurs" sind der Meinung, dass ihnen viel Geld auf der Bank bzw. in den nächsten Jahren nichts hilft, wenn sie sich auf dem Feld bedeutend verschlechtern. Daher müssen unbedingt starke Spieler im Tausch mit Bale zu Tottenham kommen – aber aus Sicht der "Spurs" muss der Deal nicht um jeden Preis stattfinden. Weitere Unsicherheiten gibt es auch wegen der gehandelten Spieler. Bei Fabio Coentrão ist klar, dass er gerne nach England wechseln würde. Bei Angel di Maria und vor allem beim spanischen U21-Nationalspieler Alvaro Morata ist die Lage dagegen unklar. Beide könnten sich gegen einen Transfer sperren.

Und noch eine Sache stößt Levy übel auf. Ein formelles Angebot für Bale liegt Tottenham bislang nicht vor. Der Boss der "Spurs" ist mehr und mehr der Meinung, dass der ganze Poker ein Spiel mit dem Feuer ist. Und da er sich nicht von Real über den Tisch ziehen lassen will, könnte es gut sein, dass er sich für ein paar Tage verschanzt und nicht weiter über den Deal verhandelt. In dieser Zeit müsste Perez dann unbedingt die Finanzierung klären und Nägel mit Köpfen machen. Sonst könnte der Wechsel ziemlich schnell platzen.