Anzeige nach Döner-Wurf Großkreutz

Kevin Großkreutz droht Ärger wegen eines Döner-Wurfs.

Kevin Großkreutz droht großer Ärger! Der Dortmund-Star war zusammen mit Teamkollege Julian Schieber in Köln unterwegs. Nach einer Provokation hat der Nationalspieler zum Döner-Wurf angesetzt. Jetzt hat er eine Anzeige an der Backe.

Was ist passiert?

Großkreutz und Schieber waren in der Nacht von Sonntag auf Montag auf der "Zülpicher Straße" in Köln unterwegs. Gegen 23:50 Uhr kaufte sich der Nationalspieler einen Döner. Die BVB-Stars haben am Montag trainingsfrei – so weit so gut.

Auch Marco B. mit Freundin Romina R. und Kumpel Joel feiern auf der bekannten Kölner Ausgeh-Meile die Zweitliga-Meisterschaft des 1. FC Köln. Sie geraten mit den beiden Dortmund-Profis aneinander. Um etwa 0:30 Uhr erstattet Marco B. Anzeige gegen Großkreutz. Das bestätigt ein Polizeisprecher: "Es ist richtig, dass gegen Herrn Großkreutz eine Strafanzeige erstattet wurde. Wir haben ein Strafverfahren wegen vorsätzlicher Körperverletzung eingeleitet." Was genau vor dem Dönerladen vorgefallen ist, muss die Polizei jetzt kären.

Was geschah vor dem Dönerladen?

Marco B. behauptet, dass sein Kumpel Joel nur laut "Kevin Großkreutz" gerufen habe. Dieser habe dann seinen Döner nach Marco B. geworfen. Später sagt er, dass er von dem Döner im Gesicht getroffen wurde und aufgrund der scharfen Soße vier Stunden nichts sehen konnte.

Ganz anders bewertet Schieber die Situation: "Vor dem Laden hat eine Clique junger Fans ein Lied über Kevin gesungen. Kevin hat dieses Lied als spöttisch und beleidigend empfunden und hat seinen Döner hingeschmissen. Auf keinen Fall hat er auf jemanden gezielt oder beabsichtigt, jemanden zu treffen."

Döner-Verkäufer Muratdag Sahin beschreibt die Situation so: "Großkreutz und Schieber haben Döner bestellt – mit unserer extrascharfen Soße. Es kamen Leute vorbei, wollten ein Foto machen. Kevin hat aber freundlich abgelehnt. Als er dann rausgegangen ist, wurde er offenbar angepöbelt. Ich habe es nicht genau verstanden. Und da hat Großkreutz den Döner geworfen."

Und das sagt Großkreutz selbst:

"Ich habe die Situation als beleidigend wahrgenommen und sah mich in meiner Privatsphäre verletzt und gekränkt. Natürlich hätte ich den Döner in der Öffentlichkeit besser nicht so auf den Boden geworfen. Es steht ja außer Frage, dass das nicht die Ideallösung war, das tut mir auch leid." Dennoch empfindet er die Anzeige als überzogen: "Ich kann nicht nachvollziehen, dass eine solche Geschichte jetzt so aufgebauscht wird."

Die Wahrheit liegt wohl irgendwo in der Mitte, aber das wird die Polizei klären müssen...