Alles über Freistöße

Freistoß für Borussia Dortmund: Die Werder-Spieler stellen sich zur schützenden Mauer auf

Was ist ein Freistoß? Kann aus jedem Freistoß ein Tor erzielt werden? Und wie weit muss die Mauer entfernt stehen? All das erfährst du hier!

Beim Freistoß handelt es sich um eine sogenannte Standardsituation. Das heißt: Der Ball wird nach einer Unterbrechung wieder in das laufende Spiel gebracht. Er muss dabei ruhig auf dem Rasen liegen, ehe er von einem der Kicker mit einem Pass oder Schuss gespielt werden darf.

Der Schiedsrichter pfeift Freistoß, wenn ein Spieler außerhalb des Strafraums ein Foul begeht oder auf andere Weise gegen die Regeln verstößt. Je nach Art des jeweiligen Regelverstoßes wird auf indirekten oder direkten Freistoß entschieden. Beispiel: Während eine Abseitsstellung oder der Verstoß gegen die Rückpassregel nur einen indirekten Freistoß zur Folge hat, winkt bei hartem Foulspiel oder unsportlichem Verhalten die "gefährliche" Variante. Achtung: Nur beim direkten Freistoß darf ein Tor erzielt werden, ohne dass ein weiterer Spieler den Ball berührt! Erhält eine Mannschaft einen Freistoß im eigenen Strafraum – z. B. nach einer Schwalbe eines Gegenspielers –, muss der Ball aus dem Sechzehner gespielt werden. Ist dies nicht der Fall, wird die Standardsituation wiederholt. Angst vor einem Eigentor muss der Freistoßschütze übrigens keine haben. Landet der Ball aus irgendeinem Grund auf direktem Wege im eigenen Tor, wird der gegnerischen Mannschaft lediglich ein Eckstoß zugesprochen!

Der Freistoß ist seit mehr als einem Jahrhundert Teil des Fußballsports und wurde in seiner ursprünglichen Form bereits 1866 eingeführt. Seit dem Jahr 1913 muss die Mauer mindestens 9,15 Meter vom ruhenden Ball entfernt stehen. Grund: Die Fußballregeln wurden ursprünglich in England festgelegt, wo man Entfernungen gewöhnlich in Fuß, Yards und Meilen misst. Und diese 9,15 Meter entsprechen genau 10 Yards.