Alles über die WWE

Da ist das Ding: CM Punk präsentiert seinen Weltmeister-Gürtel.

Woche für Woche locken die Shows tausende Zuschauer an und ziehen weltweit Millionen Fans in ihren Bann. Wir stellen das spektakuläre WWE-Universum vor.

Die WWE wurde 1963 von Vincent J. McMahon als WWWF (World Wide Wrestling Federation) gegründet. Anfang der Achtzigerjahre übernahm dessen Sohn, Vincent Kennedy McMahon, das Ruder und strich ein „W“ aus dem Namen. „Vince“ trat mit ambitionierten Zielen an: Er wollte aus der World Wrestling Federation eine weltweit agierende Unterhaltungsfirma machen, die nicht nur auf das Geschehen im Ring setzte. Es sollte ihm gelingen. Zwar musste die WWF vor zehn Jahren aufgrund eines Rechtsstreits mit dem World Wind Fund for Nature den Namen in WWE (World Wrestling Entertainment) ändern, doch inzwischen gibt es keine andere Wrestling-Liga, die auch nur annähernd an die Popularität des inzwischen an der Börse notierten Unternehmens heranreicht. Krass: Der letzte Rivale auf Augenhöhe, World Championship Wrestling, wurde bereits 2001 von McMahon aufgekauft.

WWE-Geschäftsführer Vince McMahon
WWE-Geschäftsführer Vince McMahon

Die WWE produziert mehrere TV-Sendungen pro Woche, wobei der Fokus auf dem seit 1993 ausgestrahlten, dreistündigen Monday Night Raw (insgesamt bereits über 1.000 Episoden) und – mit Abstrichen – dem zweistündigen Friday Night SmackDown liegt. Eine besondere Rolle nehmen die monatlich veranstalteten, kostenpflichtigen Großereignisse ein. Meist laufen die erzählten Geschichten, genannt „Storylines“, auf einen großen Showdown bei einem dieser Großereignisse hinaus. Im Hauptkampf dieser Events wird zumeist die WWE-Championship ausgekämpft, der wichtigste Titel im Wrestling. Direkt dahinter kommt die World Heavyweight Championship – ein Gürtel, der im klassischen Design glänzt. Neben den beiden Weltmeistertiteln gibt es in der WWE noch die Intercontinental, United States, Tag Team und Divas Championships. Der Stellenwert dieser Gürtel variiert allerdings je nach Titelträger (oder – im Fall der Divas Championship – Titelträgerin). Allgemein lässt sich festhalten, dass diese kleineren Titel in den vergangenen Jahrzehnten deutlich wichtiger waren.

John Cena gehört zu den absoluten WWE-Superstars
John Cena gehört zu den absoluten WWE-Superstars

An der Spitze des WWE-Universums steht momentan der amtierende WWE-Champion CM Punk. Bis vor wenigen Wochen wurde der „Straight Edge Superstar“ bei seinen Auftritten heftig bejubelt, doch inzwischen tritt er als Regelbrecher an. In der Fachsprache nennt man diese Rolle „Heel“, wohingegen sein Rivale John Cena „Babyface“ genannt wird. Heißt: Er verkörpert seit Jahren den klassischen Publikumsliebling.