Alles über die türkische Liga

Neuzugang Dirk Kuyt zählt bereits zu den größten Publikumsleblingen bei Fenerbahce

Die Süper Lig ist die höchste Liga im türkischen Profi-Fußball. Sie wurde 1959 vom türkischen Fußballverband gegründet, nachdem bereits zwei Mal infolge zwei Gesamtmeisterschaften unter anderem Namen stattgefunden hatten.

Seit Beginn wird die Süper Lig von den großen Mannschaften aus Istanbul bestimmt. Insgesamt 49 Mal konnten sich Besiktas, Galatasaray und Fenerbahce den Titel sichern. 27 der letzten 28 Meisterschaften landeten am Ende in Istanbul! Kein Wunder, dass die Derbys zwischen den Istanbuler Großklubs zu den heißblütigsten Duellen in ganz Europa zählen. Vor der Gründung der gemeinsamen Liga spielten die Mannschaften übrigens eigene Regionalmeisterschaften aus.

Aktuell spielen in der ersten Liga 18 Mannschaften. Wurde im vergangenen Jahr der Meister noch in einem Play-Off ausgespielt, kommt in diesem Jahr wieder der "traditionelle" Modus zum tragen: Alle Mannschaften spielen zwei Mal gegeneinander. Wer am Ende die meisten Punkte hat, erhält den Titel – genauso wie in der Bundesliga. Die Mannschaften auf Platz eins und zwei dürfen zudem an der Champions-League teilnehmen, wobei nur der Meister direkt qualifiiert ist. Der Zweitplatzierte muss in die Qualifikation. Die Teams auf Platz drei und vier dürfen sich über die Teilnahme an der Europa League freuen, während die letzten Drei der Abschlusstabelle den Gang in die zweite Liga antreten müssen

Im Juli 2011 sorgte ein gigantischer Bestechungs- bzw. Spielmanipulations-Skandal für Negativschlagzeilen rund um die Süper Lig. Insgesamt wurden 80 Spieler und Funktionäre verhaftet. Zu den Beschuldigten zählten auch die Top-Klubs Fenerbahce und Besiktas! Trotzdem herrschte in diesem Sommer wieder Aufbruchstimmung am Bosporus. Während der vergangenen Transferperiode gaben die türkischen Klubs insgesamt 88,5 Mio. Euro für neue Spieler aus, wobei Fenerbahce mit 30,3 Mio. Euro am tiefsten in die Tasche griff! Unter anderem holten die "Blau-Gelben" den holländischen Star Dirk Kuyt vom FC Liverpool und Raul Meireles vom CL-Sieger Chelsea. Der amtierende Meister Galatasaray gab insgesamt 22,6 Mio. Euro aus und leistete sich unter anderem den türkischen Nationalspieler Hamit Altintop, der bei Real Madrid nie Fuß fassen konnte.