Alles über die französische Liga

Größter Star der Liga: Zlatan Ibrahimovic

In der Ligue 1, wie die erste französische Fußball-Klasse genannt wird, spielen die besten 20 französischen Teams. Bis vor zehn Jahren hieß die Liga Première Division.

Immer volle Stadien, Superstars ohne Ende, Tore am Fließband: So kennt man den Fußball man es aus der Bundesliga. In Frankreichs erster Fußball-Liga, der Ligue 1, sieht es (noch) ein bisschen anders. Ständig volle Hütten gibt es eigenlich nur bei den großen Traditionsklubs, wie Olympique Marseille oder Girondins Bordeaux. Tore waren in den letzten Jahren ebenfalls Mangelware. Während in Deutschland fast drei "Buden" pro Spiel fallen, sind es in Frankreich gerade mal etwas mehr als zwei. Und Superstars? Da startet die Ligue 1 gerade die Aufjoljagd im Vergleich zu den anderen Großen wie Deutschland, England oder Spanien. Mit Zlatan Ibrahimovic ging gerade ein echter Kracher zu Paris St. Germain. Und eben diese Pariser sind auch der absolute Top-Favorit auf den Titel - trotz drei Unentschieden in den ersten drei Partien.

Titelverteidiger in der Liga, die 20 Teams und damit zwei mehr als die Bundesliga beheimatet, ist aber keiner der "Riesen", sondern HSC Montpellier. Dass ein Außenseiter in der Ligue 1 triumphiert, ist in den letzten Jahren übrigens nichts Ungewöhnliches gewesen. Vor Montpellier war es nämlich mit Olympique Lille auch keiner der Etablierten. Dagegen wartet etwa Paris St. Germain seit 20 Jahren auf den Meistertitel! Diese Ausgeglichenheit macht die Ligue 1 mittlerweile sehr spannend, nachdem zu Anfang des Jahrtausends ständig (sieben Mal in Folge) Olympique Lyon Meister wurde. In den letzten fünf Jahren gab es dagegen fünf verschiedene Titelträger.

Absteigen müssen in Frankreich übrigens die drei letzten Teams der Tabelle.