Afellay spricht über Leidenszeit

"Mental und emotional am Boden": Noch-Schalker Ibrahim Afellay.

Ibrahim Afellay, der seit Monaten verletzt ist, spicht in einem Interview mit dem Online-Portal seiner Berateragentur über seine momentane Situation auf Schalke und darüber, wie es um ihn persönlich steht. "Ich bin mental und emotional am Boden", gesteht der 26-Jährige, der sich seit seiner Verletzung in der Reha in Utrecht (Holland) aufhält und bisher keinen Besuch bei Schalke machte. Einmal, so Afellay, sei er schon auf halbem Weg nach Gelsenkirchen gewesen, drehte dann aber auf der Autobahn um und fuhr zurück nach Utrecht zum Physiotherapeuten.

Scheinbar plagen den Holländer extreme Ängste um seine Karriere. "Es gab Zeiten, da habe ich an allem gezweifelt. Wann ich wieder spielen kann? Mit diesem Gedanken stehe ich morgens auf und gehe abends ins Bett. Meine Genesung bestimmt mein ganzes Leben", sagt Afellay, der seine Abwesenheit bei Schalke so erklärt: "Für mein Wohlergehen muss ich mich von der Außenwelt abschotten und mich einzig auf meine Genesung konzentrieren. Das dominiert momentan mein Leben."

Horst Heldt ließ schon mehrmals durchblicken, dass er Afellays Verhalten keineswegs vorbildlich findet: "Es ist doch klar, dass ich mir wünsche, dass er mal zu den Heimspielen kommt. Ich fände es gut, wenn ein verletzter Spieler den Verein und die Mannschaft unterstützt", sagte der Manager von Schalke. Afellay räumt im Interview ein, dass er die Sichweise von Heldt nachvollziehen kann: "Natürlich will ich bei den Jungs auf Schalke sein. Ich möchte ihnen viel Glück und Erfolg wünschen und jedes Spiel bei ihnen sein. So bin ich einfach. Wenn du dich für etwas entscheidest, dann musst du alles dafür geben. Genau mit dieser Einstellung bin ich auch die Leihe zu Schalke angetreten. Aber im Moment bin ich mir sicher, dass ich nicht damit umgehen kann, sie trainieren zu sehen. Oder mitzubekommen, dass sie sich auf ein Spiel vorbereiten. Das könnte ich nicht."

 

Ist Afellays Verhalten gegenüber Schalke okay?