Selfie auf den Gleisen: Zug konnte gerade noch bremsen!

Ein poetisches Foto - doch es ist auch gefährlich!

Drei junge Mädchen sind am Sonntag, 19. April 2015, in Bremen gerade so mit dem Leben davongekommen! Die drei Teenager (12, 13 und 13 Jahre alt) wollten auf einer Eisenbahnbrücke in Bremen Fotos von sich machen. Für ihre Zug-Selfies suchten sich die Mädchen aber eine regelmäßig befahrene, Bahnstrecke aus. Eine lebensgefährliche Idee!

Doch als der Zugfahrer die Gruppe sah, leitete er eine Notbremsung ein. 20 Meter vor den Mädchen kam der Zug zum Stehen. Es wurde niemand verletzt. Der Zug konnte nur so schnell zum Stehen kommen, weil der Zug erst 50km/h erreicht hatte, da er gerade einen Bahnhof verlassen hatte. Normalerweise ist der Zug mit 160km/h im Stadtgebiet Bremen unterwegs. Die drei Teenager hatten großes Glück! Die Polizei brachte sie zu ihren Eltern!

Fotos wie diese, sind bei Jugendlichen sehr beliebt - aber das die Gefahr ist zu groß!
Fotos wie diese, sind bei Jugendlichen sehr beliebt - aber die Gefahr ist zu groß!
 

Gefährlicher Trend: Gleis-Fotos!

Fotos an Gleisen sind oft schön und romantisch. Die Gleise verschwinden am Horizont, der Blick schweift in die Ferne. Dabei ein Koffer. Man ist bereit für eine große Reise. Oder ein Pärchen hält sich an den Händen oder ein küsst sich? Diese Bilder zeigen die ewige Freundschaft und Liebe! Bilder auf Bahngleisen sind nicht neu - diesen "Trend" gibt es schon seit vielen Jahren. Doch seit den Smartphones wird das Phänomen verbreitet. Man braucht keine große Kameraausrüstung, es reicht die Handy-Kamera. Ein paar Selfies sind schnell gemacht und noch schneller auf Instagram und Co. veröffentlicht!

So schnell, dass viele Jugendliche vergessen, welche Gefahr von Bahngleisen ausgeht. Wer von einem Zug erwischt wird, für den gibt es meistens kaum noch Hoffnung. Es gab auch schon Todesfälle von Teenagern, bei denen klar nachgewiesen werden konnte, dass sie Fotos gemacht haben. Mittlerweile warnt sogar die Polizei vor Gleis-Foto! Außerdem handelt es sich um einen gefährlichen Eingriff in den Bahnverkehr, der mit Geldstrafen und Sozialstunden belegt werden kann.