Segeln, siedeln, siegen - "Anno" für Wii im Test!

Die abgespeckte Version des Aufbau-Spiels hat mehr Potenzial, als mancher ihm zutraut!
Die abgespeckte Version des Aufbau-Spiels hat mehr Potenzial, als mancher ihm zutraut!

"Anno" - das steht für ein hochkomplexes Gameplay, herausfordernde Planung und wirtschaftliche Strategie. Der neueste Wii-Ableger der Aufbauspiel-Reihe setzt da ganz andere Segel. Weiß der Titel trotzdem zu begeistern? Die Experten von gamesTM stechen in See und nehmen "Anno" genauer unter die Lupe.

Das Land von König George steckt in der Krise: Die Ernten sind schlecht, das Volk hungert. Doch fruchtbare Inseln südlich des Reiches versprechen Rettung. Also: Segel setzen, wir stechen in See!

Als Sohn des Königs macht sich der Spieler in "Anno: erschaffe eine neue Welt" für die Wii auf, das leidende Volk von seinem Elend zu befreien. Wie bitte? Auf der Wii? Ganz richtig, nach einem gelungenen Abstecher auf den DS wird jetzt auch Nintendos Fernbedienungs-Konsole erstmals zum Häuslebauen eingesetzt.

In "Anno" geht es in erster Linie darum, eine unbewohnte Insel zu besiedeln, eine florierende Wirtschaft aufzubauen, Handel mit fremden Ländern zu treiben und so eine funktionierende Stadt zu erschaffen. Agrarwirtschaft, Industrie, Infrastruktur, Arbeitsmarkt und Politik ? all das gilt es, in den PC-Fassungen von "Anno" im Überblick zu haben und zu verwalten. Zwar steckt hinter der Wii-Version nicht so viel Komplexität wie hinter einem tiefgründigen "Anno 1701" für PC, doch die Entwickler haben sinnvoll beschnitten und sinnvoll erweitert.

Die Geschichte rund um den Königssohn wird in hübschen 2D-Standbildern erzählt, die gute deutsche Sprachausgabe zeugt vom Engagement der Entwickler. Im Gameplay bleibt aber auch dieses "Anno" seinen großen Brüdern treu - denn es geht wie immer darum, Häuser zu bauen und die Bedürfnisse der Bevölkerung zu befriedigen. Die zahlt zum Dank Steuern. Werden bestimmte Bedingungen erfüllt, wie zum Beispiel der Bau einer Kapelle, entwickeln sich die ersten Pioniere weiter zu Siedlern, Bürgern, Patriziern und schlussendlich zu Aristokraten.

Die im Vorgänger so oft benötigten Werkzeuge, die zum Errichten von Gebäuden unerlässlich waren, haben es nicht ins Spiel geschafft. Gebaut wird stattdessen mit einfachen Rohstoffen wie Holz und Stein. Dafür gibt es Neuerungen, wie versteckte Kartenabschnitte und der Technologiebaum. Wer besonders große Städte baut, profitiert hier von neuen Entwicklungen wie der Wasserpumpe.

Bauarbeiten werden mit der Wii-Fernbedienung in einem übersichtlichen Ringmenü erledigt. Ein Klick mit dem A-Knopf auf das Gebäude, ein weiterer auf den Bauplatz, fertig sind Wohnhaus, Hafen und Co. Mit dem Nunchuk scrollt der Spieler über die großzügigen Landschaften und Weltmeere. Lästiges Herumfuchteln mit der Wii-Fernbedienung gibt es in "Anno" nicht. Die Aktionen steuern sich ruhig - ähnlich wie mit einem Mauszeiger, nur nicht ganz so präzise.

Auch wenn "Anno" für die Wii eine abgespeckte Version des beliebten Aufbau-Spiels ist, es hat mehr Potenzial, als mancher ihm zutraut! Eingefleischte "Anno"-Veteranen mögen die Umsetzung mit einem Lächeln abtun. Wer offen für Neues und positive Überraschungen ist, sollte dieses Spiel jedoch ins Auge fassen. Es ist die perfekte Einstiegsdroge in ein Spielkonzept, das in der Tat süchtig macht. Mehr davon!

"Anno" ist seit dem 20. Mai für 49,95 Euro im Handel zu haben. Für unterwegs gibt es auch eine Umsetzung für Nintendo DS zum Preis von 29,95 Euro.

In Kooperation mit gamesTM, dem unabhängigen Multiplattform-Fachmagazin.

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