Platz 3:

Zu viel versprochen

von ExDream11

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Na, Schatz,

Du wolltest mir die Sonne, den Mond und die Sterne schenken.

Verstehst du nicht, da gibt es doch so viel zu bedenken.

Wer hat es jemals geschafft den Himmel auf Erden zu holen?

Du verspricht so viel, doch wie oft hast du mich schon belogen!?

Warum bist du nicht einfach ehrlich zu mir?

Sag mir, was geht vor in dir?

Wir balancieren zusammen auf einem seidigen Faden.

Wir fahren Umwege auf normalen Geraden.

Die Tage vergehen,

und ich lerne zu verstehen.

Kleiner, geh jetzt deinen eigenen Weg und lass mich in Ruhe, so jemand wie du ist bei mir schon vergessen, egal was ich tue.

Ich weiß die Wahrheit ist traurig und schwarz - so sehr, glaub mir, ich wünschte mir einst auch so viel mehr...!!!

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Kommentar des BRAVO.de-Teams:

Dass Träume oft sehr groß und bunt, dann aber eben doch nur reine Illusion sind - diese schmerzhafte Erfahrung jedes Menschen kommt in dem Gedicht von Exdream11 ganz besonders gut zur Geltung. Dabei wird sie aber nicht leidvoll und unmittelbar erfahren, sondern einem anderen Menschen mitleidlos mitgeteilt. Die Sprache ist für ein Gedicht recht klar und schnörkellos, dafür aber um so eindringlicher und unmittelbarer.

Was uns nicht so gut gefallen hat: Die Ansprache des Dialogpartners kommt recht plötzlich - ein kleiner Absatz hätte das schon gemildert. Und gerade im letzten Teil hätte Exdream11 das Gedicht sprachlich straffen können - der Rhythmus des Lesens wird durch die plötzlich langen Sätze doch sehr unterbochen.

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