Nah Dran: Als Au-Pair bei einer Gast-Familie leben!

So wirst Du Au-pair und das musst Du beachten!
So wirst Du ein Au-pair im Ausland!

Ob in New York, Paris oder Tokio: Das Leben in einer Gastfamilie bringt viele spannende und positive Eindrücke mit sich, die Du ganz sicher nie wieder vergessen wirst. 

Einfach mal rauskommen und etwas anderes machen, neue Leute und andere Kulturen kennenlernen . . . Klingt ziemlich gut? Als Au-pair hast Du die Gelegenheit dazu! Australien, Neuseeland, die USA oder Norwegen – gibt es ein Land, in das Du schon immer mal reisen wolltest? Hier verraten wir Dir, wie aus Deinem Wunsch Wirklichkeit werden kann.

 

1. Au-pair - was ist das eigentlich?

Wie aufregend: Du lebst in einer Gastfamilie im Ausland (die sich am Ende sogar wie eine richtige Zweitfamilie anfühlen kann), kümmerst Dich um die Kinder und erledigst leichte Aufgaben im Haushalt. Dafür darfst Du umsonst bei ihnen leben und bekommst ein Taschengeld. Die meisten Au-pairs bleiben ein Jahr. Du kannst Deinen Aufenthalt aber auch noch um weitere sechs bis zwölf Monate verlängern. In Deinem Lebenslauf macht sich Auslandserfahrung auf jeden Fall unglaublich gut, Deine Fremdsprachenkenntnisse verbessern sich wie von selbst und Du knüpfst Kontakte, die mit Glück ein Leben lang halten können. Außerdem kannst Du auf diese Weise eine Wartezeit überbrücken, zum Beispiel zwischen dem Schulabschluss und dem Start der Ausbildung oder des Studiums. Was für eine Möglichkeit! 

 

2. Welche Aufgaben erwarten mich? 

Doch so schön das alles klingt, solltest Du darüber hinaus nicht vergessen, dass Du einige wichtige Aufgaben zu erledigen hast. Du kümmerst Dich um Kinder (!) unterschiedlichen Alters, je nachdem, für welche Familie Du Dich entscheidest. Wenn Du überlegst, was Deine Eltern alles für Dich gemacht haben, bekommst Du schon einen guten Eindruck davon, welche Aufgaben Dich erwarten. Du spielst zum Beispiel mit den Kindern, liest ihnen etwas vor und kochst etwas zu essen. Wenn sie sehr klein sind, fütterst und wäschst Du sie auch und ziehst sie an. Du bringst sie zu Freunden oder in die Schule, hilfst ihnen bei den Hausaufgaben und tröstest sie. Außerdem machst Du die Wäsche oder räumst ihre Zimmer auf. Das kann schon mal stressig werden, aber keine Sorge: Du hast einen Anspruch auf freie Tage und Abende. 

 

3. Muss ich bestimmte Voraussetzungen erfüllen? 

Feststeht, dass Du als Au-pair auf jeden Fall kinderlieb sein solltest. Viele Agenturen verlangen einen Nachweis darüber, dass Du Erfahrung in der Kinderbetreuung hast, zum Beispiel durch Babysitten. Deshalb kommt es ziemlich gut an, wenn Du auch in diese Richtung schon einmal etwas gemacht hast. Außerdem solltest Du in der Lage sein, Dich in der Landessprache zu verständigen. Ein Experte musst Du aber nicht sein, schließlich geht es darum, etwas dazuzulernen. Oft wird ein Führerschein verlangt, damit Du die Kids zur Schule fahren oder Kleinigkeiten einkaufen kannst. Für einige Länder benötigst Du ein Visum, ein polizeiliches Führungszeugnis, ein Gesundheitszeugnis und einen Reisepass. Erkundige Dich vorher, ob es eine Altersbeschränkung für Au-pairs in Deinem Wunschland gibt! 

 

4. Was kann eine Agentur für mich tun? 

Es gibt viele Agenturen, die Au-pair-Aufenthalte organisieren. Eine seriöse Agentur erkennst Du zum Beispiel am RAL-Gütezeichen. Du zahlst einen Paketpreis, in dem unter anderem der Flug, die Unterkunft, die Verpflegung und Versicherungen enthalten sind. Meistens kannst Du Dich ganzjährig bewerben und wirst erst einmal zu einem persönlichen Gespräch eingeladen. Wie lange die Vermittlung in eine Gastfamilie dauert, hängt von Deiner Bewerbung und Deinen Ansprüchen ab. Deshalb solltest Du Dich frühzeitig darum kümmern, am besten vier bis sechs Monate vor Deinem geplanten Start. Wenn die Agentur eine passende Familie gefunden hat, wirst Du mehrmals mit ihr telefonieren, um festzustellen, ob ihr zueinander passt.

 

5. Kann ich meinen Aufenthalt auch selbst organisieren?

Klar, das kannst Du machen. Es gibt kostenlose Portale im Internet, in denen Du Dich anmelden kannst, um auf eigene Faust eine passende Familie zu suchen. 

 

6. Und wenn ich Probleme mit meiner Gastfamilie habe? 

Grundsätzlich solltest Du Dich auf die Familie einlassen, auch wenn ihre Regeln oder ihre Lebensweise ungewohnt für Dich sind. Denke daran, wenn Du jemanden zu Dir nach Hause einlädst, erwartest Du auch, dass derjenige sich ein bisschen anpasst. Wenn Du ein Problem hast, sprich sie darauf an, vielleicht findet ihr gemeinsam eine Lösung. Falls Du absolut unglücklich bist und es einfach nicht besser wird, kannst du die Familie auch wechseln. Wenn Du Deinen Aufenthalt über eine Agentur organisiert hast, wird sie Dich dabei unterstützen, eine neue Familie zu finden. Definitiv ein Pluspunkt für die Agentur! Hast Du alles allein organisiert, wird es vor Ort wesentlich schwieriger, zu wechseln. 

 

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