N-Gage: Das Ende einer Trauergeschichte

N-Gage: Das Ende einer Trauergeschichte
N-Gage: Das Ende einer Trauergeschichte

Halb Handy, halb Spiele-Handheld sollte das Nokia N-Gage sein. Doch einen derartig dicken Klotz wollte sich kaum einer ans Ohr halten. Dem N-Gage war kein finanzieller Erfolg vergönnt. Hier gibt?s noch mal alles zur Historie des kleinen Dicken.

Mobilfunkriese Nokia gibt Dienstag via Pressemitteilung das Ende der Ära N-Gage bekannt. Die Finnen werden die mobile Spiele-Plattform in naher Zukunft nicht mehr unterstützen, also keinen neuen Spiele anbieten. Bereits erhältliche Angebote sollen jedoch bis September 2010 auf der Verkaufsplattform bleiben. Ende 2010 ist dann auch dort Schluss.

Neue Spiele wird es bis dahin nicht mehr geben und auch Spiele mit Community-Funktionen, wie Online-Mehrspieler werden ab diesem Datum nicht mehr brauchbar sein. Nokia wird die Server herunterfahren, bereits gekaufte Spiele können aber weiterhin lokal gespielt werden.

Doch was ist das eigentlich, dieses ominöse N-Gage und wie kam es zur Entwicklung:

Im Oktober 2003 veröffentlichte Nokia das Spielehandy N-Gage und wollte etwas Neues auf den Markt bringen. Doch der Mix aus Spiele-Handheld und Telefon konnte sich nie wirklich durchsetzen. Zwei Wochen nach der Veröffentlichung gab Nokia bekannt, dass 400.000 Geräte verkauft worden seien. Dabei handelte es sich aber nur um die ausgelieferten Geräte: Laut verschiedenen Marktforschern hat sich das N-Gage in den besagten zwei Wochen nur etwa 5.000 Mal in den USA und 800 Mal in England verkauft. Dafür erlangte es traurige Berühmtheit als Inspiration für Fake-Fotos, in denen Spaßvögel die absurdesten Gegenstände ? unter anderem ? Katzen ans Ohr hielten: Um mit dem N-Gage zu telefonieren, musste es tatsächlich mit der schmalen Seite ans Ohr gehalten werden. Komfortabel sieht anders aus.

Außerdem erfüllte das ?N-Gage? essentielle Anforderungen eines Spielehandhelds nicht. So konnte man die benötigten SD-Spielekarten nur wechseln, wenn der Spieler das Gerät ausschaltete und den Akku entnahm. Auch die recht geringe Spieleauswahl und die hohen Preise von bis zu 50 Euro pro Spiel sorgten für einen kommerziellen Flop des N-Gage.

Das N-Gage QD sollte schließlich die Rettung sein, zumindest die Punkte "seitlich ans Ohr halten" und "Akku muss entfernt werden, um ein neues Spiel einzulegen" wurden behoben. Doch auch der Nachfolger brachte nicht den erhofften Durchbruch. Nokia wandelte den Handyhandheld zur Mobilspiele-Plattform um, schließlich versprachen die damals ordentlichen 3D-Fähigkeiten gute Spiele. Das Problem: Nur sehr wenige Nokia-Typen unterstützen die N-Gage-Plattform, daher hielten sich Dritthersteller eher zurück. 2010 wird das Klotz-Handy nach insgesamt sieben N-Gage-Jahren also begraben.

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