Mückenstich: Deswegen stechen sie dich so oft!

Keine*r mag Mückenstiche: Aber manche Menschen werden öfter zerstochen als andere. Woran das liegt und ob du etwas dagegen tun kannst, erfährst du bei uns. 

Mücken: Warum manche zerstochen werden – und andere nicht
Kanntest du diese Fakten über Mücken und Mückenstiche?
 

Warum stechen Moskitos überhaupt? 

Mückenstiche sind super nervig. Sie jucken, hinterlassen oft Narben und im schlimmsten Fall können sie sogar allergische Reaktionen hervorrufen oder Krankheiten übertragen. Aber warum stechen Mücken überhaupt? Nur weibliche Mücken können stechen. Fun Fact: Es sind auch nur weibliche Insekten die um dein Ohr herum Summen, denn dort stoßen wir am meisten Kohlenstoffdioxid aus und den können sie orten. Männliche Mücken kümmern sich lieber um Blumennektar. Mücken stechen, weil sie Blut brauchen, um ihre Eier zu produzieren. Wenn eine Mücke genug Blut gesaugt hat, kann sie zwischen 30 und 300 Eier auf einmal produzieren. 

DIE 10 SCHMERZHAFTESTEN INSEKTENSTICHE

 

Warum werden manche Menschen öfter von Mücken gestochen als andere? 

Richtig unfair ist außerdem: Es gibt Menschen, die scheinbar ständig zerstochen werden und andere, die von Mücken verschont werden. Aber warum ist das so? Es gibt mehrere Gründe, die dafür verantwortlich sind, dass manche Menschen öfter von Mücken zerstochen werden als andere. Das können die Hintergründe deiner Mückenstiche sein: 

  • Kohlenstoffdioxid: Wenn wir ausatmen, stoßen wir alle Kohlendioxid aus. Wir produzieren auch mehr davon, wenn wir aktiv sind und zum Beispiel Sport machen. Mücken können Kohlendioxid-Veränderungen in ihrer Umgebung feststellen! Ein erhöhter Ausstoß oder Anteil kann Moskitos in der Nähe anziehen.
  • Körpergeruch: Mücken werden von einem Duft angezogen, der durch unsere Haut und unseren Schweiß entsteht. Moskitos werden dabei besonders Düften wie Milchsäure und Ammoniak angezogen. Bis heute sind sich Wissenschaftler nicht einig, was die Gründe dafür sind, dass manche Körperdüfte auf Mücken anziehender wirken als andere. Häufigste Vermutungen: Genetik, Bakterien auf der Haut oder eine Kombination aus beidem.
    Körpergeruch wird durch die Genetik bestimmt, einige Studien vermuten also, dass die Attraktivität für Mücken angeboren sein könnte. Wer mit jemandem verwandt ist, der*die anfällig für Mückenstiche ist, bekommt selbst wahrscheinlicher welche.
    Zusätzlich gibt es Bakterien auf der Haut, die Mücken abstoßen können und Bakterien, die Mücken wiederum anziehen. 
  • Farben: Studien haben auch herausgefunden, dass Mücken von der Farbe Schwarz angezogen werden und dunkle Töne bevorzugen. 
  • Körpertemperatur und Wasserdampf: Unsere Körper strahlen Hitze aus. Wenn sich Mücken nähern, können sie den Wasserdampf und die Hitze eines potenziellen Opfers bestimmen. Auch das soll damit zu tun haben, ob sie zustechen oder nicht. Wer eine beliebte Körpertemperatur hat, wird demnach gestochen. 
  • Alkohol & Schwangerschaft: Auch wenn diese beiden Dinge nicht zusammengehören: Menschen, die Alkohol getrunken haben und Schwangere sind wohl attraktiver für Mücken.  
 

 Was kann ich gegen Mückenstiche tun? 

Eine hundertprozentige Aussage darauf, warum manche Menschen von Mücken gestochen werden und andere nicht, gibt es bis heute nicht. Es gibt sogar Wissenschaftler, die vermuten, dass es an der Ernährung eines Menschen liegen könnte. Fakt ist: Mückenstiche jucken wie Hölle! Deshalb haben wir hier ein paar Tipps für dich, wie du Mückenstiche besänftigen kannst: 

  • Versuch nicht zu kratzen: Es verschlimmert die Schwellung und erhöht das Risiko einer Entzündung. 
  • Kälte beruhigt: Eiswürfel oder ein kalter Lappen können dabei helfen, die Schwellung und den Juckreiz eines Mückenstichs zu lindern. 
  • Lotion und Creme: In der Apotheke bekommst du viele Cremes, Gels und Lotions, die gegen Mückenstiche helfen. 
  • Alkohol: Gegen Mückenstiche hilft auch Spiritus. Den müsst ihr auf ein Wattepad auftragen und könnt den Stich damit desinfizieren. Oft klappt das auch mit alkoholhaltigen Parfüm. 
  • Honig: Schmeckt nicht nur lecker, sondern hilft auch gegen Mückenstiche, da er antibakteriell wirkt. 
  • Kalter Teebeutel: Grüne und Schwarze Tees haben einen abschwellenden Effekt und können Mückenstiche beruhigen. 
 
 

Wie kann man Mückenstichen vorbeugen? 

Wir haben bereits gelernt, dass manche Menschen öfter von Mücken zerstochen werden als andere. Aber auch Moskito-Lieblinge können einige Dinge unternehmen, um Mückenstichen vorzubeugen. Wir verraten dir, was du ausprobieren solltest, wenn du anfällig für Mückenstiche bist: 

  • Insektenspray: Wer anfällig für Mückenstiche ist, sollte es so benutzen, als wäre es Sonnencreme. Regelmäßig und jedes Mal, bevor man rausgeht. 
  • Richtige Kleidung: Trage am besten Kleidung in hellen Farben, da Mücken dunkle Farben bevorzugen. Wenn du in Gegenden bist, die bekannt für Mücken sind, solltest du auch versuchen lange Kleidung zu tragen. 
  • Mücken-Zeiten vermeiden: Am Morgengrauen und in der Abenddämmerung sind Mücken am aktivsten. Versuch also diese Zeiten zu vermeiden, wenn du anfällig für Mückenstiche bist. 
  • Mückennetze: Am besten ist es, wenn du es schaffst, Mücken gar nicht erst in dein Haus zu lassen. Öffne also nur Fenster mit Mückennetz. 
  • Mückenparadies vermeiden: Mücken lieben Feuchtigkeit. Werde also alle Orte los, an denen sich altes Wasser sammelt, wie Eimer, dreckige Pools etc. 
  • Zitroneneukalyptus: Seit 1940 ist das der natürliche Weg, sich Mücken vom Leib zu halten. 
  • Lavendel: Zerquetschter Lavendel, zum Beispiel in Öl, kann auch dabei helfen, Moskitos abzuwehren.