Mavs kassieren Klatsche bei den Cavs

Mavs kassieren Klatsche bei den Cavs
Mavs kassieren Klatsche bei den Cavs

Cleveland ist zuhause nahezu unschlagbar, dennoch führten die Mavs zur Halbzeit. Doch dann kam das dritte Viertel und LeBron drehte auf - ein Albtraum.

Die Dallas Mavericks haben fahrlässig die Chance vertan, bei den Cleveland Cavaliers, dem besten Team der NBA, für eine Sensation zu sorgen und verloren am Ende klar mit 74:102.

Nach einem überragenden ersten Viertel erhöhte Dallas die Führung zu Beginn des zweiten Viertels sogar auf 15 Punkte (35:20) - doch nach der Pause brachen die Mavs regelrecht ein.

Das dritte Viertel gaben die Texaner kampflos her (11:30) und auch im letzten Viertel war bei Dallas kein Leben, kein Herzblut, keine Leidenschaft. Ein Offenbarungseid - dabei waren die Mavs die erste Mannschaft überhaupt, die in dieser Saison in Cleveland zur Halbzeit führte (49:47).

"Wir haben den Ball nicht in den Korb getan und sie nicht davon abgehalten, genau das zu tun. Das war's dann", resümierte Jason Kidd lakonisch. "Wir haben uns viel auf den Jumpshot verlassen. Du lebst oder du stirbt mit dem Jumpshot - wir sind gestorben."

Die Cavs konnten es sich angesichts der fehlenden Gegenwehr der Mavs sogar leisten, im Abschlussviertel den sichtlich gut gelaunten LeBron James komplett zu schonen.

Nowitzki ohne Rhythmus

Dirk Nowitzki (20 Punkte) baute seine Serie von Spielen mit mindestens 20 Zählern auf 16 aus, dennoch enttäuschte der 30-Jährige. Nur 7 seiner 23 Würfe fanden das Ziel, zumal es dem Mavs-Superstar nicht gelang, sein Team aufzuwecken, als die Cavs davonzogen.

Nach einer starken Anfangsphase tauchten auch Erick Dampier (10 Punkte) und der wieder genesene Jason Kidd (9) zunehmend ab. Jason Terry gelangen nur 10 Zähler bei einer schwachen Wurfquote (4 von 13).

"Wir hatten vorher schon enttäuschende Spiele und mussten uns wieder aufrappeln. Meistens haben wir das auch geschafft", sagte Mavs-Coach Rick Carlisle. "Die Wahrheit ist aber: Wir haben gegen einen Meisterschaftsanwärter gespielt, da darf man sich keine Hänger leisten. Das dritte Viertel kam uns teuer zu stehen, aber wir haben keine Zeit, den Kopf hängen zu lassen."

Rekord für Cleveland

Cleveland, das nach dem 20:35 einen unglaublichen 82:39-Lauf bis zum Spielende hinlegte, hatte in James (24 Punkte, 9 von 22) den besten Scorer - obwohl dem MVP-Kandidat erst nach 19:17 Minuten der erste erfolgreiche Feldwurf gelang. Ebenfalls stark spielte sein Point-Guard-Sidekick Mo Williams (22 Zähler).

"Das war, als ob wir zwei völlig unterschiedliche Partien gespielt hätten", sagte James. "Nach der Pause haben wir aber angefangen, gut zu verteidigen. Das war der Schlüssel für den Erfolg." Die Cavs stellten mit dem zwölften Sieg in Folge einen neuen Franchise-Rekord auf.