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Geht auch ganz einfach:

Loch zum Erdkern soll Energie-Krise stoppen

Abhängig von Öl, Kohle und Gas? Das muss nicht sein! Ein radikaler Plan, Richtung Erdkern zu graben und so Erdwärme in Energie zu verwandeln, könnte die Energie-Krise beenden!

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Loch zum Erdkern soll Energie-Krise stoppen
Je tiefer in die Erde gebohrt wird – desto mehr Energie lässt sich gewinnen!
Inhalt
  1. Die Energie Krise
  2. Das tiefste Loch der Welt
  3. Radikale neue Technologie
  4. Geothermie – Zukunftschancen
 

Die Energie Krise

Genug Energie zum Leben zu haben, ist eines der größten Probleme der stetig wachsenden Welt-Bevölkerung. Wir sind abhängig von fossilen Brennstoffen wie Kohle oder Öl. Und deren Verbrennung treibt die Klimakrise voran. Ein Teufelskreis. Je mehr Energie wir brauchen, desto tiefer geraten wir in die Krise.

Und bei dieser Erklärung sind die akutell steigenden Energie-Kosten nicht mal mit einbezogen! Warum wird Energie teurer? Weil das Öl, Gas und die Kohle von anderen Ländern gekauft werden müssen, um unsere Bedürfnisse zu decken ... Und einige der verantwortlichen "Chefs" dieser Energie-Lieferanten-Länder, sind (wie die Ukraine Krise zeigt) – im wahrsten Sinne des Wortes – nicht ganz sauber. 

Doch eine Energie-Art wird bisher nahezu nicht genutzt – und jedes Land hat sie: Die Geothermie!

 

Das tiefste Loch der Welt

Seit der Gründung im Jahr 2020 hat die Firma Quaise schon ganz schön viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Immerhin: Das Vorhaben des Unternehmens ist spektakulär!

Ein supertiefes Loch Richtung Erdkern soll das Kraftwerk der Zukunft sein!

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DAS HAT ANDERE INTERESSIERT:

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Es soll das tiefste Loch der Welt gebohrt werden! Bis zu 20 Kilometer soll es tief sein. Denn: Je tiefer gegraben wird, desto näher kommt man dem Erdkern – und desto wärmer wird es! In 20 Kilometer Tiefe wird eine Temperatur von 500°C erwartet. Aus eben dieser Wärme, die sich unter dem Mantel unseres Planeten versteckt, könnte Energie gewonnen werden. Saubere Energie, die unerschöpflich ist.

Generell gilt: Je tiefer, desto besser. Aber 20 Kilometer sollten ausreichen! Denn die Erdkruste ist etwa 65 Kilometer dick und wird bis 1.000°C heiß. Der Erdmantel misst 2.900 Kilometer und wird 2.000°C heiß. Im Erdkern ab ca. 2.900 Kilometer Tiefe (bis 6.371 Km tief) herrscht eine Temperatur von 7.000°C. So tief muss aber niemand buddeln!

 

Radikale neue Technologie

Bisher stößt die grüne Energie der Erdwärme auf viele Hindernisse. Zum einen ist es schwer, tief zu bohren: Durch die tiefer liegenden Gesteinsschichten erhöht sich der Druck auf das Erdmaterial wird härter – zu hart für herkömmliche Bohrer. Zum anderen wird es immer heißer. Auch diese Temperaturen halten nur bestimmte Materialien aus. Das bisher tiefste Loch der Welt ist 12 Kilometer tief. 

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WEITERE SPANNENDE WISSENS-STORYS:

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Außerdem gibt es nicht viele Orte, an denen es sich lohnt, Erdwärme abzuzapfen. Weltweit gibt es nur wenig (aktuell leicht erreichbare) geothermische Regionen, die relativ dicht unter der Erdkruste sitzen und heiß genug für eine Energie Gewinnung sind. Aktuell spricht man von „Tiefer Geothermie“, wenn etwa „nur“ 400 Meter tief gebohrt wird.

Das Bohrverfahren von Quaise, das übrigens zum renommierten Massachusetts Institute of Technology (MIT) gehört, ist deswegen ein anderes: In tiefen Gesteinsschichten soll mittels hochfrequenter Mikrowellentechnologie weiter gegraben werden können. Oder besser gesagt: es wird sich durch die Erde geschmolzen, da die Technologie die Schichten „verdampft“.

„Das ist ein radikaler neuer Ansatz, super tiefe Löcher bohren zu können“, steht auf der Website des Unternehmens.

 

Geothermie – Zukunftschancen

Bereits über 63 Millionen Dollar konnte die Firma an Zuschüssen und Investitionen klar machen – eine beeindruckende Zahl, die es ermöglichen könnte, Erdwärme zum Energielieferanten der Zukunft zu machen!

Schon 2026 soll ein erstes funktionierendes System fertig sein, dass dann auch weltweit nachgebaut werden kann. Die geothermalen Löcher sollen überall gebort werden können, sodass alle Länder der Welt ihre Energie selbst gewinnen können. Und das ohne CO2 zu produzieren! Schon 2028 könnten Kohlekraftwerke zu den neuen geothermalen Kraftwerken umgebaut werden.

Allein in Deutschland wird 85% der Wärme aktuell durch fossile Energieträger erzeugt. Geothermischen Anlagen gibt es bei uns bisher nur knapp über 40 – und die liefern nur einen Bruchteil der benötigten Energie. Das könnte sich nun ändern.

„Tiefe geothermale Energie ist der einzige Weg, um bis zum Jahr 2050 klimaneutral zu werden“, schreibt Quaise. Und das weltweit.

 

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