Jogi sagt ja: Löw bleibt Bundestrainer!

Nach dem WM-Titel hat Joachim Löw noch große Ziele.

Nun ist es offiziell: Joachim Löw bleibt bis mindestens 2016 Bundestrainer. Das hat der 54-Jährige in einem Interview bestätigt.

Hurra! Joachim Löw bleibt mindestens bis zur Europameisterschaft 2016 Bundestrainer! Das hat er in einem Interview mit "dfb.de" verraten. "Im Moment kann ich mir nichts Schöneres vorstellen, als mit dieser Mannschaft weiterzuarbeiten, sie zur Europameisterschaft nach Frankreich zu führen, das Team, die einzelnen Spieler weiter zu entwickeln. Ich bin so motiviert wie am ersten Tag beim DFB", sagte Jogi. Zuletzt wurde heftig über einen Rücktritt von Jogi Löw spekuliert, da er sich so lange bedeckt gehalten hat und kein Wort über seine Zukunft verlor.

 

Joachim Löw hat noch große Ziele als Bundestrainer

Aber all diese Spekulationen sind nun vorbei. "Wir haben in Brasilien einen gigantischen Erfolg gefeiert, es gibt aber noch weitere Ziele, die wir erreichen wollen", sagte Bundestrainer Joachim Löw. Denn eine Europameisterschaft hat er noch nicht gewonnen! Und als Weltmeister auch direkt Europameister werden, hat bisher auch nur Spanien geschafft. Aber warum hat Jogi sich nun so viel Zeit gelassen mit seinem Bekenntnis zum DFB? "Ich habe einfach ein paar Tage gebraucht, um alles sacken zu lassen, um die Emotionen in den Griff zu bekommen, um den Blick wieder klar nach vorn zu richten", sagte Löw.

 

Bundestrainer Joachim Löw trauert Philipp Lahm nach

Komplett happy ist Bundestrainer Joachim Löw dennoch nicht. Vor allem der überraschende Rücktritt von Kapitän Philipp Lahm macht ihn traurig. "Aus sportlicher und menschlicher Sicht ist sein Rücktritt für uns ein großer Verlust. Ich hätte mir keinen besseren Kapitän als ihn wünschen können, er hat die Nationalmannschaft auf herausragende Art geprägt, geführt und präsentiert. Deswegen bedauere ich, dass er der Nationalmannschaft künftig nicht mehr zur Verfügung stehen wird", sagte Löw. Wer nun Lahm-Nachfolger als Kapitän wird, ließ unser WM-Trainer weiter offen.

 

Viele Spekulationen um Joachim Löw

Lange war über die Zukunft von Jachim Löw spekuliert worden. Bleibt er oder hört er als Weltmeister auf? Ein Zitat aus der „Schweiz am Sonntag“ brachte neuen Schwung in die Spekulationen. Vor der WM veröffentlichte die Zeitung ein Interview mit Bundestrainer Joachim Löw. Soweit, so gut. Die letzte Frage war: „Hören Sie als Bundestrainer auf, wenn Sie Weltmeister werden?“ Als Antwort ist zu lesen: „Darüber habe ich mir noch keine Gedanken gemacht.“ Doch das ist wohl nur die halbe Wahrheit.

 

Joachim Löw: Brisante Rücktritts-Aussage

Denn nach dem Turnier veröffentlichte die Schweiz am Sonntag die richtige Antwort, die zuvor vom Pressesprecher des DFB gestrichen wurde. In Wirklichkeit soll Joachim Löw folgendes gesagt haben: „Das weiß ich nicht. Gut möglich. Nach zehn Jahren kann ich mir auch vorstellen, dass ich mal gerne wieder einen Verein trainieren möchte.“ Ups! Das ist einmal eine Ansage! Diese Aussage habe die Zeitung auch auf Tonband!

 

Pressesprecher hält sich bedeckt

Bei Interviews ist es Alltag, dass vor dem Druck alle Antworten von einem Pressesprecher, PR-Berater oder Manager freigegeben werden. Und wenn denen eine Antwort nicht gefällt, dann wird ein Zitat kurzerhand geändert. Der DFB will sich zu diesem Vorfall nicht äußern. Kein Kommentar von Pressesprecher Jens Grittner, der die Änderungen vorgenommen haben soll.

Nach zehn Jahren ist für Philipp Lahm (30) in der deutschen Nationalmannschaft Schluss! Der Kapitän geht von Bord und hat seinen Rücktritt bekanntgegeben. "Zehn Jahre durfte ich mit ihm in der Nationalmannschaft arbeiten. Als Trainer kann man sich einen solchen Spieler nur wünschen. Philipp ist ein Musterprofi, der alles dem Erfolg unterordnet. Dank seiner Spielintelligenz und Vielseitigkeit spielt er seit Jahren international auf einem absoluten Top-Niveau, er ist ein Weltklassespieler, das hat er in den letzten Wochen in Brasilien wieder bewiesen. Mit dem Gewinn des WM-Titels hat er diese herausragende Laufbahn nun gekrönt", sagt Joachim Löw zu der überraschenden Entscheidung.

 

Lahm: Der wichtigste Ansprechpartner für Löw

Vielleicht kommt der Rücktritt von Philipp Lahm zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt! Denn ob Bundestrainer Joachim Löw weitermacht, stand lange in den Sternen. Mit Philipp Lahm verliert der Bundestrainer seinen wichtigsten Spieler! "Philipp war für mich immer ein zentraler und ganz wichtiger Ansprechpartner, mit dem wir unsere Ideen diskutieren konnten. Er kann auf seine Laufbahn stolz sein, er ist ein großartiger Spieler mit Herz, Leidenschaft und Charakter, der viel für den DFB geleistet hat", gibt Joachim Löw zu.

 

Löw: Wie geht es jetzt weiter?

Der Bundestrainer hat noch das Gespräch mit dem DFB-Präsidenten Wolfgang Niersbach gesucht. Erst danach hat er sich entschieden.

Und die Fakten waren ja klar: Sein Vertrag geht bis 2016 - und mit Jogi können wir auch Europameister werden.

Der Rücktritt von Philipp Lahm schmerzt Joachim Löw.
Der Rücktritt von Philipp Lahm schmerzt Joachim Löw.

Eigentlich hat Joachim Löw mit dem Weltmeistertitel alles erreicht, was man als Trainer erreichen kann. Mehr geht nicht, es ist der größte Erfolg eines Sportlers überhaupt! Nicht wenige Trainer hören nach einem solchen Triumph auf. Kein Wunder, schließlich hat man mit dem WM-Pokal einen Platz in den Geschichtsbüchern sicher.

Nun stellt sich ganz Deutschland die Frage: Hört Jogi Löw nach der Weltmeisterschaft auf? In die Karten gucken wollte er sich noch nicht. „Man muss mit dem Präsidenten noch mal drüber reden“, sagte Jogi nach dem Finale gegen Argentinien. DFB-Präsident Wolfgang Niersbach macht kein Geheimnis daraus, dass er unseren Weltmeister-Trainer unbedingt behalten will. Auch Teammanager Oliver Bierhoff hat bereits gesagt, dass er weitermachen wird.

 

Der Vertrag von Joachim Löw läuft noch bis zur Europameisterschaft 2016

Der Vertrag von Joachim Löw läuft noch bis zur Europameisterschaft 2016. Allerdings hat er eine Ausstiegsklausel im Vertrag, wodurch er sofort aufhören könnte!

"Wie ich Jogi den ganzen Tag gesehen habe, überhaupt die ganzen Wochen, gehe ich davon aus, dass er weitermacht", sagt Oliver Bierhoff. Löw soll rund 3,5 Millionen Euro im Jahr verdienen. Das ist schon ein ganzer Haufen Geld, doch bei europäischen Spitzenmannschaften würde er ein Vielfaches davon bekommen.

 

Will Löw was Neues machen?

Es ist aber wohl nicht die Frage der Kohle, sondern eher die Frage, ob er sich den Druck in den nächsten Jahren wieder stellen will und kann. Er ist seit acht Jahren Bundestrainer, vielleicht will er irgendwann noch einmal was Neues machen.

Aber die Vorzeichen stehen auf Weitermachen! Vielleicht will er das ja auch erst von den Fans auf der Fanmeile in Berlin verkünden. Jogi, bleib Bundestrainer. Es gibt keinen besseren! Und so ist es ja zum Glück auch gekommen!