Schwul im Iran: OP oder Tod!

Iran: Geschlechtsumwandlung oder Tod
Homosexuelle im Iran müssen sich einer Geschlechtsumwandlung unterziehen - oder sterben

Was im Iran Alltag zu sein scheint, kommt uns vor wie ein schrecklicher Alptraum. Wer dort homosexuell ist, hat die Wahl: Geschlechtsumwandlung oder Tod. Denn der Iran ist eines von sieben Ländern auf der Welt, in denen Homosexualität als Krankheit angesehen und mit dem Tod bestraft wird.

Zuerst werden die betroffenen Personen zu Klerikern geschickt. Mit der Religion als stärkendem Argument wird ihnen erklärt, dass sie krank sind und eine Behandlung brauchen. Wenn die „Krankheit“ durch Gebete nicht geheilt wurde, wird eine sexuelle Störung festgestellt, die letztlich mit der Geschlechtsumwandlung behoben werden muss.

Nicht nur die Regierung, auch die eigenen Familien zwingen die Betroffenen zu diesem Schritt. Die offizielle Zahl liegt bei 400 OPs im Jahr, inoffiziell dürften es jedoch weitaus mehr sein.

Das Problem besteht vor allem auch darin, dass viele der Betroffenen nicht wissen, dass ihnen die Flucht in ein anderes Land ein neues Leben schenken könnte. Weil sie nicht an Informationen herankommen und man ihnen einredet, dass sie krank sind, glauben sie, keine andere Wahl als die OP zu haben – die übrigens vom Staat finanziert wird. TV und Internet haben die Aufklärung bereits verbessert und Einige zur Flucht animiert. Das Ziel sollte aber viel mehr eine Abschaffung dieser menschenverachtenden Verfahrensweise sein.

Wie krass!