Im Test: "Stoked" für Xbox 360

"Im Test: ""Stoked"" für Xbox 360 "
"Im Test: ""Stoked"" für Xbox 360 "

Noch wenige Monate, dann steht der Winter vor der Tür. Höchste Zeit also, dass sich Snowboard-Freunde schon mal warmfahren. Zum Beispiel mit "Stoked", der realistischen Board-Simulation des österreichischen Entwicklers Bongfish für Xbox 360. Kann?s was? Das testen die Pistenkönige von 360 Live.

Vom Amateur zum Profi-Boarder, darum geht es hier. In Sachen Spielmechanik orientiert sich das Werk des österreichischen Entwicklers Bongfish stark an Ubisofts "Shaun White Snowboarding", setzt aber deutlich auf mehr Realismus: Fünf Berge mit jeweils 64 Quadratkilometer Piste werden mit dem Heli angeflogen, danach stehen insgesamt 110 Startpunkte für die Abfahrt zur Wahl. Auf den Hängen warten auf den Schneefan verschiedene Events, wie den "Freestyle-Contest" oder Abfahrtsrennen. Welche davon aktuell verfügbar sind, hängt vom Wetter und der damit verbundenen Schneelage ab: Schneestürme, dichter Wolkennebel, als auch ein Tag-Nacht-Wechsel wirken sich auf die Weitsicht und den Schwierigkeitsgrad der vielen Wettkämpfe aus.

Bei der Steuerung stand offensichtlich die Reihe "Skate" Pate: Der linke Analogstick kontrolliert die Fahrtrichtung, während der rechte Sprünge und Groundtricks, wie zum Beispiel den Noseturns, einleitet. Das funktioniert zwar halbwegs, braucht aber verdammt viel Einarbeitung und Übung. Auch wenn dieser Steuerungstyp für das Skateboard wie gemacht scheint, entstehen spätestens beim Wechsel ins Tiefschneefeld ernste Probleme: Das Verhältnis zwischen den geforderten, penibel genauen Eingaben und den daraus resultierenden, oft schwammigen Bewegungen des Sportlers, ist teilweise nur schwer nachvollziehbar. Das sorgt besonders anfangs für extremen Frust. Während "Shaun White Snowboarding" Fahrfehler und Kollisionen verzeiht, nutzt "Stoked" jede Gelegenheit, um den Spieler an den letzten Checkpoint zurück zu beamen. Das kommt zwar realistischer rüber als bei Ubisofts Konkurrenzprodukt, wirkt sich aber negativ auf den Spielspaß aus. Die Feinheiten der 126 Tricks zu erlernen, Brettlkönige wie Wolle Nyvelt zu schlagen und neue Sponsoren für sich zu gewinnen, motiviert dagegen ungemein. Braucht es auch, schließlich sind Spieler gut und gern 50 Stunden beschäftigt, um alle 300 Kleidungsstücke, Tricks und die über 100 Wettkämpfe freizuschalten.

Aber "Stoked" weiß auch zu begeistern. Schon die tollen ? wenn auch nur englischen ? Sprecher verpassen dem Ding eine ordentliche Portion Atmosphäre. Die Menüführung mit deutschen Texten ist übersichtlich und der Online-Modus für bis zu acht Freestyler macht an sich nichts verkehrt. Ähnlich gut schneidet die Beschallung ab, denn die 120 lizenzierten Lieder sind abwechslungsreich, mitreißend und bedienen gleich mehrere Genres. Zwar macht die Grafik einiges her, verdient aber wegen seiner Detailarmut ein wenig Kritik. Denn trotz Bongfishs Versuch, eine authentische Spielwelt zu erzeugen, bleibt "Stoked" auf dem Siegertreppchen nur Platz Drei neben den Genrekönigen "Shaun White" und "Amped 3". Neueinsteiger sollten deshalb vorerst mit diesen beiden vorlieb nehmen ? auch weil auf deren Pisten mehr los ist und das Carven eindeutig mehr Spaß macht. Profis und ausgemachte Kenner der Konkurrenz-Games können aber durchaus mit "Stoked" liebäugeln, denn die dürften mit der anspruchsvollen Steuerung und dem simulationslastigen Gameplay bestens klar kommen.

In Kooperation mit 360 Live, dem unabhängigen Fachmagazin für Xbox 360

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