Adidas will aus Plastikmüll Kleidung machen!

Der Kampf gegen den Plastikmüll ist bitter nötig!
Der Kampf gegen den Plastikmüll ist bitter nötig!

Auch Adidas kämpft jetzt gegen den Plastikmüll in unseren Weltmeeren: Zusammen mit der Organisation "Parley for the Oceans" will Adidas bis 2016 eine Kollektion aus Plastikmüll produzieren.

Dafür wird der Plastikmüll aus den Ozeanen gesammelt, gereinigt und so aufbereitet, dass daraus Turnschuhe oder ein schickes Trikot entstehen können. Wie die Kollektion genau aussehen soll, weiß man bis jetzt bei Adidas noch nicht. 

 Doch ein bisschen konnte Jochen Denninger, der das Projekt bei Adidas leitet, bereits im Interview mit Zeit-Online verraten: "Wir entwickeln gerade Materialen, die sich für T-Shirts, Sweatshirts oder Trainingsanzüge eignen würden, aber auch für die Oberseite von Schuhen, soweit sie aus Textilmaterialen sind."

Ein ähnliches Projekt hat G-Star mit der Linie "Raw for the Oceans" gestartet: De blau-schwarzen Shirts, Jacken und Mützen wurden aus recyceltem Plastik aus den Weltmeeren hergestellt. Ein Shirt kostet knapp 50 Euro. Pharell Williams ist das Gesicht dieser Kampagne.

Klamotten aus Plastikmüll: Die "Raw for the Oceans"-Kollektion von G-Star!
Klamotten aus Plastikmüll: Die "Raw for the Oceans"-Kollektion von G-Star!
 

Trotzdem gibt es viel Kritik

Einerseits ist es positiv zu sehen, dass sich große Unternehmen wie Adidas dafür einsetzen, dass weniger Plastikmüll im Meer treibt und dort weiter Schaden anrichtet. Trotzdem ist es fraglich, ob sich der Aufwand lohnt: es muss viel Geld und kostbare Energie dafür eingesetzt werden, den Plastikmüll aus den Meeren zu fischen. Dies ist aufwendig sein, aber auch eine gute Sache.

Die kritischen Punkte an der Kleidung-aus-Plastikmüll-Idee sind aber Folgende: Der Müll muss gereinigt werden,dann zu Recyclingspezialisten gebracht werden und dann geht es weiter zu den Orten, wo dann die Kleidung hergestellt wird. Viel Aufwand, der sich im Vergleich kaum rechnen wird - außer in einem verbessertem Image für die Hersteller.

Und Kleidung aus Kunststoff ist nicht ungefährlich: Beim Waschen lösen sich winzig kleine Plastik-Partikel aus der Kleidung und gelangen so wieder in die Gewässer. Weil die so klein sind, befürchten Experten eine größere Gefahr durch dieses Mikroplastik in den Weltmeeren als von großen Plastikresten.

Viel besser ist es, wenn wir alle weniger Plastikmüll produzieren, und darauf achten, so oft wie nur möglich auf Plastik im Alltag zu verzichten. Wie z.B. immer einen Stoffbeutel beim Einkauf dabei haben als erster Schritt!