Gekündigt wegen Twitter und Facebook

Lieber nicht alle Gedanken auf Facebook und Twitter posten!
Lieber nicht alle Gedanken auf Facebook und Twitter posten!

Im Internet sollte man aufpassen, was man schreibt. Vor allem, wenn es die eigenen Chefs (oder Lehrer) sogar lesen können, weil die eigenen Accounts öffentlich sind.

 

27-Jährige: Kein Bock auf neuen Job

"Ich fange heute meinen neuen Job an, aber ich hasse es, in einer Kindertagesstätte zu arbeiten", schrieb die 27-jährige Kaitlyn auf Facebook und fügte hinzu: "LOL alles gut, ich hasse es nur einfach, von vielen Kindern umgeben zu sein." Tja, die Arbeit mit den Kindern bleibt Kaitlyn (und den Kids!) jetzt erspart. Denn der Post verbreitete sich im Netz – und so erfuhr schließlich auch Kaitlyns zukünftiger Arbeitgeber davon. Er rief sie an und kündigte ihr, wie der Nachrichtensender CBS berichtet.

 

Wegen Twitter-Post vorzeitig gekündigt

Diese Erfahrung musste auch Cella machen. Wegen einem Tweet, durfte sie ihren neuen Job in einer Pizzerria gar nicht erst antreten. 

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Ihr Chef hat durch andere Mitarbeiter von diesem Tweet erfahren und sofort eine Antwort geschickt: "Nein, du fängst morgen nicht deinen *** Job an. Du bist gekündigt! Viel Glück mit deinem Leben ohne Geld, ohne Job!" Ups! 

Cella nahm's gelassen und postete nur "Wurde gerade über Twitter gekündigt". Ihre Geschichte wurde innerhalb kürzester Zeit im Netz bekannt. Die Reaktionen auf die Kündigungen sind gemischt, die meisten sehen aber den Chef der Pizzeria im Recht.

 

Azubi wird wegen Facebook-Post entlassen

Ein Azubi hat auf seinem Facebook-Profil diesen Post veröffentlicht: "Dämliche Scheiße für Mindestlohn -20% erledigen" und nannte seinen Arbeitgeber "Menschenschinder und Ausbeuter". Dafür wurde er entlassen. Ein Gericht hat die Kündigung bestätigt, da es eine Beleidigung war. Allerdings hätte der Arbeitgeber zuerst abmahnen müssen.

 

Aids-Witz kostete den Job!

Eine PR-Managerin aus den USA musste eine ähnliche Erfahrung machen. Kurz bevor ihr Flug nach Südafrika startete, twitterte sie: "Fliege nach Afrika. Hoffentlich bekomme ich kein Aids. Mache nur Spaß - bin ja weiß."

Weil sie nicht nur ihren ganzen Namen auf Twitter stehen hatte, sondern auch ihren Arbeitgeber IAC im Profil nannte, wusste sehr schnell auch ihr Chef Bescheid. Ergebnis: Sie wurde entlassen.

Der "New York Daily News" sagte ein Sprecher der Firma: "Es gibt keine Entschuldigung für diese hasserfüllte Bemerkungen und wir verurteilen sie unmissverständlich. (...) Wir nehmen das sehr ernst. Die fragliche Mitarbeiterin und wir gehen künftig getrennte Wege."

 

Wegen "Bück dich hoch!" von Deichkind gekündigt!

Er arbeitete bei einer Möbelbeleuchtungsfirma und postete auf seiner Facebook-Seite einen Link zum Deichkind-Song "Bück dich hoch". In dem Song wird kritisch der Arbeitsalltag betrachtet und auf die Schippe genommen. Der Chef nahm diesen Post als Beleidigung auf und kündigte seinem Angestellten. Der Angestellte klagte gegen die Kündigung. Vor Gericht einigten sich beide Parteien, dass der Song nur Satire ist und keine Beleidigung.

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"Krank" schreiben und ab in den Urlaub

Ein Klassiker! Eine Friseur-Azubine wurde von ihrem Chef gekündigt, weil sie nach Mallorca geflogen ist - obwohl sie eigentlich von einem  Arzt krankgeschrieben war. Vorher hatte sie noch auf Facebook gepostet: "Ab zum Arzt und dann Koffer packen!" Später wurde bekannt, dass die Azubine bereits vorher gekündigt hatte und sich der Chef noch den Lohn für den letzten Monat sparen wollte. Beide einigten sich auf einen Vergleich: Der Arbeitgeber zahlte ihr noch 150 Euro.