Galaktisch: "Transformers: Die Rache"

"Galaktisch: ""Transformers: Die Rache"" "
"Galaktisch: ""Transformers: Die Rache"" "

Wo ein Kinofilm ist, da ist ein Videospiel nicht weit. Kein Wunder also, dass auch die Versoftung zu Michael Bays terrestrischen Roboterkrieg "Transformers: Die Rache" kurz nach Filmstart aufschlägt. Die Experten von 360 Live haben sich die Test-Schlacht auf PC, Playstation 3 und Xbox 360 gestürzt.

Als das Actiongame zum aktuellen "Transformers"-Streifen am 23. März Premiere vor der Presse hatte, lag der Fokus des Gezeigten auf der Grafik. Schon klar. Denn wenn Optimus Prime, Bumblebee und die anderen XXL-Roboter durch die düsteren Gassen von Shanghai stampfen, der Hafen von Los Angeles unter Mörserfeuer explodiert und die Pyramiden bei Kairo im Effektgewitter leuchten, dann sieht das klasse aus. Warum das Gezeigte allerdings nur vorgespielt wurde und 360 Live nicht selbst Hand anlegen durfte, das zeigt sich jetzt: steile Bilder, banale Action.

Die Handlung des Films wird zurückgestutzt auf kurze Mission-Briefings und windige Dialogszenen. Dass zwei Roboterfraktionen auf der Erde gegeneinander kämpfen, dass Autobots für die Menschheit Partei ergreifen und Decepticons deren Vernichtung anstreben, braucht man keinem Fan erklären. Sam, Mikaela und andere Leinwandhelden verkommen zu hölzernen Miniaturen, die gelegentlich ins Bild winken. Man darf sie retten, transportieren oder eskortieren. Dazwischen: Action, Action, Action. Herumstampfen, Gegner mithilfe des Radars − links unten im Bild platziert, gewöhnungsbedürftig! − aufspüren und aus allen Rohren feuern, mehr ist in den 23 Missionen kaum zu tun.

Die 14 Kulissen wirken wie Arenen, klein und überschaubar, mit wenig Raum für Entdeckungen. 24 Extras sind im Spiel versteckt. Neben dem Üblichen − Skizzen etc. − auch drei Folgen aus der ersten Staffel der TV-Zeichentrickreihe "Transformers". Leider nur auf Englisch, für Jüngere also belanglos. Überhaupt, die Ausstattung: Eine Kampagne umfasst nur sieben Stunden. Wer sie zweimal durchspielt, also auf Seiten von Autobots und Decepticons, erlebt ziemlich dasselbe. Die Orte ändern sich nicht, die Aufgaben minimal, die komplizierte und unhandliche Steuerung bleibt. Beispiel: die RT-Schultertaste antippen, das löst die Hauptwaffe aus. Dieselbe Taste gedrückt halten, führt zur Verwandlung vom Roboter zum Auto. Klar, dass das vor allem in hektischen Situationen ungewollte Transformationen zur Folge hat. Das Allspark möge Entwickler Luxoflux heimsuchen für diese Idee.

Passt aber zur genauso nervigen Zielerfassung. Sie erfasst Opfer nämlich erst, wenn man sie sowieso schon im Visier hat. Und verliert sie wieder, sobald sie sich bewegen, in welche Richtung auch immer. Denn die Gegner-KI ist dumm wie ein Sack voll Eisen. Angreifer, die sich von simplen Einmal-ums-Haus-Fluchtmanövern verwirren lassen − meine Güte, wie haben die bloß den Weg vom Planeten Cybertron zur Erde gefunden? Das Ganze pendelt ständig zwischen halbwegs kontrollierbar, planlos und chaotisch, vor allem in den banalen Online-Deathmatches. Trotzdem, irgendwie motiviert's doch. Das Tempo stimmt, Nahkämpfe und Waffensysteme fühlen sich nach Saft und Kraft an, die Bossgegner-Kämpfe bilden tolle Höhepunkte. Zeitdruck, Medaillen sowie Highscore-Listen wecken den Punktejäger in dir. Nicht zu vergessen Eindeutschung und Wiedererkennbarkeit der Roboter. Das harmoniert, da stellt sich tatsächlich eine Verbundenheit zwischen Spieler und Maschinen ein. Fans könnten das unterhaltsam finden. Andere kaum.

Einhorn Keks Ausstecher
UVP: EUR 5,95
Preis: EUR 2,95 Prime-Versand
Sie sparen: 3,00 EUR (50%)
Einhorn Wasserkocher
UVP: EUR 49,95
Preis: EUR 32,99 Prime-Versand
Sie sparen: 16,96 EUR (34%)
Einhorn Leggings
UVP: EUR 11,59
Preis: EUR 9,43
Sie sparen: 2,16 EUR (19%)