Fuel: Das Rekordspiel im Test!

Reicht die riesige Landschaft, das Spiel zu einem mitreißenden Fahrerlebnis zu machen?
Reicht die riesige Landschaft, das Spiel zu einem mitreißenden Fahrerlebnis zu machen?

Der Offroad-Raser "Fuel" wurde mit einem Eintrag ins Guiness- Buch der Rekorde gewürdigt. Denn es bietet die größte befahrbare virtuelle Landschaft, die es gibt. Doch reicht das aus? Reicht das für richtigen Fahrspaß? Nicht unbedingt ?

Zum Einstieg erzählt das Intro-Video von "Fuel" von einer von Dürren, Stürmen und Umweltschäden ausgemergelten Erde. Die Menschen vertreiben sich ihre Zeit mit Wettrennen mit Buggys, Jeeps und Motocross-Maschinen. Als Arena dient eine offene Welt. Hügel, Asphalt, Steppen, Schluchten, Wälder, hier und da mal ein Kaff Blickfang, alles vollkommen frei befahrbar. Und mit 14.400 Quadratkilometern riesig groß. Man kann herumgondeln und Startpunkte suchen oder sich klassisch-bequem von Rennen zu Rennen beamen lassen. Für Zeitfahrten und Checkpointrennen gegen 15 Gegner werden Strecken lose abgesteckt. Die insgesamt 70 Fahrzeuge nötigen dem Spieler angepasstes Fahrverhalten ab. Die Steuerung ist Arcade pur, fühlt sich griffig an, das Auf und Ab über die Gebirgsketten macht Laune. Wenn Quads und Bikes über Schanzen hüpfen, zieht der Pilot gelegentlich Tricks ab. Das schaut gut aus, aber mehr nicht.

Die Rennen selbst sind lang, richtig lang. 45 Minuten Dauer sind bei späteren Starts durchaus drin. Und man muss alle Checkpoints treffen. Dumm nur, dass die Wege dazwischen kaum markiert sind. Am besten verlässt man sich ganz auf die Karte oder einen dynamischen Einblend-Pfeil als Richtungsweiser. Funktioniert meistens, aber nicht immer. Checkpoint verpasst, den Fehler erst spät erkannt? Zurückfahren ist angesagt! In der Praxis kommt das so oft vor, dass Frust den Spaß ausbremst. Orientierungsfehler, Umwege und Niederlagen sind unvermeidbar, egal wie viel Einsatz man zeigt. Der lustvolle Umgang mit der prima Fahrdynamik bleibt auf der Strecke, ebenso das Kennenlernen toller landschaftlicher Besonderheiten.

Wer also das tut, was der Karrieremodus vorgibt - nämlich Rennen gewinnen - hat eher wenig Spaß. Befriedigender: auf die Meisterschaft pfeifen, einfach spazieren fahren oder nur die Rennen starten, die einen anlachen. Wer einmal den 4,5 Kilometer hohen Mount Rainier erobert, spürt den Kick. Auf dem Gipfel warten ein Aussichtspunkt, eine wunderschöne Kamerafahrt und so genannte "Fuels" - das sind Freischalt-Punkte für neue Fahrzeuge. Aber geschenkt bekommt man dieses Erfolgserlebnis nicht. Jedes Extra will aufwändig entdeckt, jeder Sieg mühsam erkämpft sein. Diese Spielwelt erschlägt dich, sie ist zu groß und zu unübersichtlich geraten. Die Motivation droht sich zwischen riesigem Gelände, banaler Story und hübscher Grafik zu verlieren. Nur wer sich durchbeißt, wird die Stärken von "Fuel" kennen- und schätzen lernen: den direkten Sprung zu 19 regionalen Ausgangspunkten, das dynamische Wettermodell, Online-Spiele für bis zu 16 Piloten mit viel Spaßpotenzial.

In Kooperation mit 360 Live, dem unabhängigen Fachmagazin für Xbox 360.

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