Figur "Sweetie" überführt tausend Pädophile im Netz

Die computeranimierte Figur "Sweetie"

Einer Menschenrechtsorganisation ist es gelungen, mithilfe der virtuellen Figur "Sweetie" über tausend Pädophile im Internet zu überführen.

Zahlreiche Pädophile versuchen im Internet - in ganz normalen Chats - Kontakt mit Minderjährigen aufzunehmen und verlangen von ihnen Online-Sex! Meistens ist es schwer, diese Männer dranzukriegen, da oft die Beweise fehlen und die Opfer sie nicht anzeigen, dafür aber im Stillen leiden. Dabei gehen Experten davon aus, dass sich zu jeder Zeit ungefähr 750.000 Pädophile im Internet aufhalten. Lediglich sechs Männer (!) wurden vor der Aktion "Sweetie" angezeigt.

"Wir müssen dringend etwas dagegen tun", dachte sich die Menschenrechtsorganisation "Terre des hommes" aus den Niederlanden! Mithilfe einer computeranimierten Figur eines 10-jährigen philippinischen Mädchens, das sie "Sweetie" nannten, gelang es ihnen, innerhalb von nur zwei Monaten tausend Pädophilen zu entlarven und übergaben ihre Namen an Interpol! Was für ein Erfolg im Kampf gegen Sex mit Minderjährigen im Internet.

 

Wie sind die Forscher vorgegangen?

Die Forscher erstellen ein Profil der nicht existierenden "Sweetie" und loggten sich in ganz normalen Chats ein. Sekunden später bekam "Sweetie" etliche Nachrichten von Männern, die Sex mit ihr haben wollten. Innerhalb von zehn Wochen meldeten sich 20.000 Männer bei dem fiktiven Mädchen und verlangten Online-Sex. Erschreckend!

Die Forscher, die hinter "Sweetie" steckten chatteten mit den Männern und handelten einen Preis für den Online-Sex aus. Außerdem stellten sie den Männern Fragen, die es den Forschern leicht machten, Wohnorte, Telefonnummern, Namen und Fotos der Pädophilen auf ganz legale Weise - ohne sich in deren Computer zu hacken - ausfindig zu machen. Sie sprachen auch über eine Webcam mit den Männern, die alle dachten, "Sweetie" sei ein Mädchen aus den Philipienen und nicht computeranimiert.

Zehn Woche nach dem Start der "Sweetie"-Aktion übergaben die Forscher die Liste aller Namen der Polizei.

 

Video von "Terre des hommes" über "Sweetie":

 

 

Die Aktion war ein voller Erfolg, aber es gibt immer noch viel zu viele Pädophile, die ungestört im Internet Minderjährige zum Webcam-Sex zwingen.

Die Opfer leiden ein Leben lang und meistens weiß keiner etwas davon, da sie anonym bleiben. Eine Studie zeigt, dass die Opfer unter schlimmer Angst, Depressionen und Aggressionen leiden. Allein auf den Philippinen sollen über zehntausend Kinder Opfer des Webcam-Sextourismus sein.

 

So kannst du dich schützen:

Wie du dich vor sexuellem Missbrauch schützen kannst? Klick hier!

Beachte außerdem ein paar Grundsätze beim Chatten - vor allem mit Fremden! Klick hier für unsere Tipps!