Fabian Hambüchen

Fabian Hambüchen am Pferd. Seine Paradedisziplin bleibt dennoch das Reck.

Der deutsche Ausnahmeturner sicherte sich bei den letzten Olympischen Spielen die Bronzemedaille am Reck - ist in London vielleicht sogar mehr drin?

 

Kindheit und frühe Karriere

Fabian Hambüchens kam über seine Familie ans Turnen. Sein Vater war Trainer und Fabians älterer Bruder turnte auch schon früh im Verein. Mit fünf Jahren ist er in seinem Heimatverein KTV Wetzlar 68 angemeldet. 2002 gewinnt Hambüchen die Jugend-Europameisterschaft am Reck. Nur zwei Jahre später gewinnt er den selben Titel in Boden, Reck und Sprung. Im selben Jahr geht er bei den Olympischen Spielen in Athen an den Start, wo er im Alter von 17 Jahren am Reck schon Sprünge der höchsten Schwierigkeitskategorie zeigt und starker Siebter wird - Das ist der Durchbruch!

 

Medaillenregen

Nach seinem starken Auftritt bei den olympischen Spielen gibts für den "Turn-Floh" (sein Spitzname wegen seiner kleinen Körpergröße von nur 1,64m) kein Halten mehr. Er stürmt von Wettkampf zu Wettkampf und sahnt eine Medaille nach der anderen ab. Darunter: Gold bei der Europameisterschaft am Reck 2005, 2007 und 2008. Bei der EM 2009 gewinnt er Gold in Bodenturnen und im Mehrkampf. Ein Jahr später gewinnt er wieder EM-Gold - diesmal mit der Mannschaft. Sein größter Erfolg ist die Goldene Medaille bei der Weltmeisterschaft 2007 am Reck. In all den Jahren gewann er auch unzählige Bronze- und Silbermedaillen, darunter die Bronzemedaille bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking - natürlich am Reck.

 

Olympia über Allem!

Im Januar 2011 riss sich Hambüchen die Achillessehne im linken Fuß und musste somit eine lange Zwangspause einlegen. Um bei Olympia dabei zu sein tut der sympathische Muskelberg alles: Ohne Hambüchen gingen die deutschen Turner bei der Europameisterschaft in Frankreich an den Start. Fabian war das Risiko einer erneuten Verletzung zu groß: "Olympia hat höchste Priorität und da passt die EM leider nicht rein", erklärt unsere Medaillenhoffnung.